https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/fussball-martin-kind-von-spieler-buendnis-kritisiert-16890965.html

Profis rügen Martin Kind : „Ohne ein Mindestmaß an Anstand und Respekt“

  • Aktualisiert am

Für seine Worte scharf kritisiert: Hannovers Präsident Martin Kind Bild: dpa

Der ehemalige Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler wird bei Fußballklub Hannover 96 erst degradiert und dann von Vereinspräsident Martin Kind öffentlich diskreditiert. Nun bekommt Kind Gegenwind von einem Spieler-Bündnis.

          1 Min.

          Das neue Spieler-Bündnis um Fußballprofis wie Mats Hummels, Neven Subotic und Alexandra Popp hat den Mehrheitsgesellschafter Martin Kind von Hannover 96 nach dessen öffentlichen Äußerungen über Torwart Ron-Robert Zieler massiv kritisiert.

          „‚Ich bin tief betroffen‘, sagte Martin Kind vor einiger Zeit in Erinnerung an den Selbstmord von Robert Enke, um dann jetzt Ron-Robert Zieler öffentlich zu diskreditieren. Ohne ein Mindestmaß an Anstand, Respekt und Professionalität, insbesondere gegenüber einem ehemaligen Nationalspieler und Weltmeister“, heißt es in einer vom „Kicker“ veröffentlichten Stellungnahme des Bündnisses.

          Bei einer Veranstaltung der „Neuen Presse“ in Hannover hatte Kind am Wochenende über den degradierten Torwart seines Klubs gesagt: „Wenn Zieler mich fragt, empfehle ich einen Wechsel. Bei uns wird er keine Chance mehr haben. Wir hätten ihn gar nicht verpflichten dürfen damals.“ Zieler soll den Zweitligaverein noch in diesem Sommer trotz eines bis Sommer 2023 gültigen Vertrages verlassen.

          Das Spieler-Bündnis hatte sich im Frühjahr während der Corona-Pause gebildet, um die Interessen von Fußballprofis zu vertreten und auch auf gesellschaftliche Missstände wie Rassismus oder Mobbing zu reagieren. Nach eigenen Angaben gehören ihm mittlerweile mehr als 460 Spielerinnen und Spieler von beiden Bundesligen bis zur dritten Liga an.

          Weitere Themen

          Zverevs „Prozess“, Deutschlands Aus

          Davis Cup in Trier : Zverevs „Prozess“, Deutschlands Aus

          Alexander Zverev zeigt beim Davis Cup in Trier ein gutes und ein schlechtes Spiel. Die deutsche Mannschaft verliert daraufhin gegen die Schweiz. Nun geht es um die Zukunft – für das Team und den Wettbewerb.

          Topmeldungen

          Im Handelssaal der Frankfurter Börse

          Geldanlage : Die seltsame Dax-Erholung

          Deutsche Aktien haben einen Lauf – als hätte es Krieg und Inflationssorgen nie gegeben. Wie kann das sein?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.