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„Lilien“ in der zweiten Liga : Macht es bei Darmstadt gegen den HSV „klick“?

  • -Aktualisiert am

Lautstark: Markus Anfang Bild: Florian Ulrich/Jan Huebner

In der zweiten Bundesliga steht Darmstadt 98 gegen den Hamburger SV unter Druck. Trainer Markus Anfang sagt: „Entscheidend ist, dass wir gut und kompakt stehen.“

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          Im Auswärtsspiel beim Hamburger SV soll es bei den Darmstädter Profis an diesem Freitag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Bundesliga und bei Sky) wieder „klick“ machen. „Im Duell mit dem HSV werden wir wieder vermehrt ins Umschaltspiel kommen“, kündigte „Lilien“-Trainer Markus Anfang an. Beim 1:2 zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf hätten die Südhessen „mehr Ballbesitz“ gehabt, „weil sie uns den Ball überlassen haben“.

          2. Bundesliga

          Ein gutes Umschaltspiel und weniger Ballbesitz hatten den Darmstädtern in den drei Punktspielen davor mit sieben geholten Punkte in der Zweiten Fußball-Bundesliga aber deutlich mehr Erfolg gebracht. Trotzdem ist Anfang nicht der Ansicht, dass sich seine Mannschaft, die als Tabellenzwölfter sechs Punkte Vorsprung vor dem Relegationsrang 16 hat, ohne Ball leichter tue. Nur wenn der Schwerpunkt laute, „dass wir kompakt gegen den Ball arbeiten, wirst du zwangsläufig in Umschaltmomente kommen und weniger Ballbesitz haben“, sagte der Trainer: „Entscheidend ist, dass wir gut und kompakt stehen.“

          Palsson kehrt zurück

          Ein Mentalitätsproblem hat Anfang bei seinem Team vor dem Kräftemessen mit dem Tabellenzweiten aus Hamburg auch nicht ausgemacht. „Am Ende wird das Spiel immer am Ergebnis festgemacht: Gewinnt man, war es eine tolle Mentalität. Gelingt das nicht, heißt es: Vielleicht lag es doch an der Mentalität.“ Ihm ist diese Sicht der Dinge „ein bisschen zu einfach“. Zumal seine Mannschaft das Duell mit der Fortuna „unbedingt“ habe drehen wollen.

          Dass die Darmstädter in Hamburg wie so oft in der Vergangenheit – seit 2014 sind sie dort ungeschlagen – den richtigen Dreh rauskriegen, dafür möchte Victor Palsson sorgen. Der isländische Nationalspieler, der offenbar wie sein Mitspieler Serdar Dursun vom designierten Bundesliga-Absteiger Schalke 04 mit dem ehemaligen „Lilien“-Trainer Dimitrios Grammozis umworben wird, kehrt nach seiner Gelb-Sperre zurück. Auf den SVD wartet eine Herkulesaufgabe, stellt der HSV doch mit 56 erzielten Treffern in 27 Spielen die torgefährlichste Mannschaft der Liga. Und zu Null haben die Darmstädter in diesem Jahr in 15 Begegnungen erst ein Mal gespielt.

          Die Lilien haben ein schweres Restprogramm. Nach der Begegnung beim HSV warten mit dem Tabellendritten Greuther Fürth, Spitzenreiter VfL Bochum und dem aktuellen Vierten Holstein Kiel noch weitere Aufstiegsanwärter auf den SVD. Dazu geht es gegen die ambitionierten Teams aus Heidenheim und Hannover. Nur das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Würzburg ist eine vermeintlich leichtere Aufgabe.

          Anfang sieht aber keinen Anlass dafür, sich Sorgen zu machen. Denn gerade in den Spielen gegen die Top-Teams der Liga habe seine Mannschaft immer gut ausgesehen, behauptete er. Viel Zählbares gab es dennoch nicht: In den bislang vier Aufeinandertreffen mit den momentan vier besten Mannschaften der Liga verbuchten die „Lilien“ einzig beim 4:0 gegen Fürth drei Punkte für sich.

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