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Zum Tod von Assauer : „Rudi ist der Architekt des modernen Schalke“

  • Aktualisiert am

Rudi Assauer und sein Stolz – die Schalker Arena in Gelsenkirchen. Bild: dpa

Fußball-Deutschland trauert um Rudi Assauer. Der frühere Manager von Schalke 04 starb im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit. Die Nachricht sorgt für Bestürzung.

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          Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hat mit großer Bestürzung auf den Tod von Rudi Assauer reagiert. „Wir sind tief betroffen und traurig. Umso mehr trifft uns die Nachricht von seinem Tod ausgerechnet am Pokalspieltag“, sagte Tönnies am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wussten alle um seinen Gesundheitszustand. Rudi ist der Architekt des modernen Schalke. Er hat unendlich viel für Schalke getan und wir werden sein Andenken immer in Ehren halten.“

          Assauer, der frühere Manager des Fußball-Bundesligavereins FC Schalke 04, war am Nachmittag im Alter von 74 Jahren gestorben. „Ich habe ihn lange nicht gesehen. Ich wusste gar nicht, dass es so schlecht um ihn steht. Das ist natürlich für den Verein ein schwerer Schlag. Es ist eine traurige Angelegenheit, aber vielleicht war es auch eine Erlösung“, sagte der frühere Schalke-Star Klaus Fischer.

          „Rudi ist heute Nachmittag gestorben. Es ist traurig, aber auch eine Erlösung für ihn. Wir sind alle wahnsinnig traurig", sagte seine ehemalige Lebensgefährtin Beate Schneider der Zeitschrift „Bunte“, die zuerst über den Tod des 74-Jährigen berichtet hatte. Schalke erreichte die Nachricht vom Tod seiner Klublegende wenige Stunden vor dem Pokal-Achtelfinale gegen Fortuna Düsseldorf. „Du hast unseren Verein geprägt wie kaum ein Zweiter. Ruhe in Frieden, Rudi Assauer!", schrieb der Verein auf Twitter.

          In einem Werbespot mit Lebensgefährtin Simone Thomalla spielte Assauer mit seinem Image. Bilderstrecke

          Die Deutsche Fußball Liga (DFL) würdigte Assauer stellvertretend für die 36 Profivereine. „Der deutsche Profifußball trauert um Rudi Assauer, der als Spieler und als Manager ein Gesicht der Bundesliga war und dessen Name wohl auf ewig mit dem FC Schalke 04 verbunden bleiben wird“, schrieb die DFL in einer Mitteilung am Mittwochabend auf Twitter. Der ehemalige Fußballprofi Thomas Hitzlsperger sagte in der ARD: „Rudi Assauer hat die Bundesliga geprägt. Die Nachricht hat uns sehr traurig gestimmt.“

          DFB-Präsident Reinhard Grindel bezeichnete Assauer als „herausragende Persönlichkeit“. „Er hat in 307 Bundesliga-Partien als Spieler, als Trainer und vor allem als Manager des FC Schalke 04 viel für den Vereinsfußball in Deutschland bewegt. Mein Beileid gilt besonders der Familie“, schrieb Grindel am Mittwochabend auf Twitter. Auch zahlreiche Bundesligaklubs bekundeten am Abend des Todesfalls ihre Trauer und ihre Anteilnahme.

          Auch Schalkes Revierrivale Borussia Dortmund trauert um Assauer. „Der BVB wird einen Menschen wie Rudi Assauer nicht vergessen. Er war als aktiver Spieler Bestandteil der Europapokalsieger-Mannschaft von 1966 und damit an einem Meilenstein in der Geschichte von Borussia Dortmund beteiligt“, sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball. Assauer absolvierte von 1964 bis 1970 insgesamt 119 Bundesligaspiele (8 Tore) für die Dortmunder und gewann mit dem Klub 1965 den DFB-Pokal und im Jahr darauf den Europapokal der Pokalsieger. „Auch wenn Assauer in der Rückschau natürlich vor allem Schalker ist, so hat er seine schwarzgelbe Vergangenheit doch nie verleugnet“, hieß es in einer Erklärung der Borussia. 2010 wurde er für 40-jährige BVB-Mitgliedschaft geehrt.

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