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Fußball : FC Schalke: Ligapokal-Millionen für Appiah

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„Königsblaue” Fröhlichkeit Bild: dpa

Den Einzug ins Ligapokal-Finale schaffte der FC Schalke 04 auch ohne Stephen Appiah, aber für die hohen Ziele in Bundesliga und Champions League will der Klub Ghanas Nationalelf-Kapitän unbedingt bei Fenerbahce Istanbul loseisen.

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          Den Einzug ins Ligapokal-Finale schaffte der FC Schalke 04 auch ohne Stephen Appiah, aber für die hohen Ziele in Bundesliga und Champions League will der Klub Ghanas Nationalelf-Kapitän unbedingt bei Fenerbahce Istanbul loseisen. Nach dem 4:2 (3:1) beim DFB-Pokalsieger 1. FC Nürnberg drehte sich bei den „Königsblauen“ praktisch alles um den Mittelfeldstar von Fenerbahce Istanbul, mit dem man sich bereits einig ist.

          „Appiah ist unser Wunschspieler. Wir werden alles versuchen, den Transfer realisieren zu können“, verkündete Manager Andreas Müller am Dienstagabend. Nach dem Pro-Schalke-Votum des 26 Jahre alten Mittelfeldspielers sehe „alles ganz gut aus“, so Müller. Ein Problem bleibt die Ablöse, die auf acht Millionen Euro hinauslaufen könnte. „Diese hohe Hürde müssen wir noch aus dem Weg räumen“, sagte Müller.

          „Das heute war ein Zeichen“

          Der 1. FC Nürnberg erwies sich auf dem Weg ins Ligapokal-Finale am Samstag in Leipzig als geringeres Hindernis. Eiskalt und clever zogen die Schalker nach Toren von Lewan Kobiaschwili (38.), Fabian Ernst (43.), Peter Lövenkrands (45.) und Heiko Westermann (59.) zum vierten Mal ins Endspiel ein. Vor 25.200 Zuschauern in Nürnberg konnte der „Club“ durch den zweifachen Torschützen Robert Vittek (20./73.) nur den Anfang- und Schlusspunkt beim munteren Toreschießen beisteuern.

          Stephen Appiah (r.) soll Schalker werden

          „Das heute war ein Zeichen“, sagte Nationalstürmer Kevin Kuranyi an die Adresse der hoch gelobten Millionen-Truppe von Bayern München: „Wichtig ist, dass wir im Finale stehen. Ob gegen Stuttgart oder Bayern, ist mir egal.“ Kuranyi war der beste Akteur auf dem Platz und führte sein Team in der ungewohnten Rolle als Vorbreiter der ersten drei Tore zum verdienten Sieg. Auch beim Thema Appiah gab er den Wortführer: „Das ist ein Spieler, der jede Mannschaft verstärken kann“, sagte der Stürmer in Erinnerung an Appiahs starke Leistung beim Schalker 3:3 gegen Fenerbahce in der Champions-League-Vorrunde 2005. „Ich hoffe, dass wir nach der Zurückhaltung auf dem Transfermarkt noch zuschlagen“, erklärte Kuranyi.

          Kuranyi gut in Form

          Mit den zwei Millionen Euro, die als Prämie bei einem zweiten Gewinn des Ligapokals nach 2005 winken, könnten Kuranyi & Co. der Vereinsführung den Appiah-Deal finanziell erleichtern. Die möglichen Konkurrenten des Ghanaers im Schalker Mittelfeld schien das Phantom Appiah bereits in Nürnberg zu beflügeln: Kobiaschwili und Ernst rackerten nicht nur, sie trafen ausnahmsweise sogar. „Ich bin sehr glücklich, dass das Thema torungefährliche Mittelfeldspieler zumindest heute in Frage gestellt worden ist“, kommentierte Trainer Mirko Slomka. Appiah würde den anderen Spielern Beine machen, glaubt Kuranyi: „Die Konkurrenz wird größer, jeder muss dann mehr geben.“

          Die „Neuen“ beim 1. FC Nürnberg konnten bei der verpatzten Ligapokal-Generalprobe der Franken nur wenige Akzente setzen. Beim 1:0 von Vittek traten 2,5-Millionen-Einkauf Angelos Charisteas und der aus Bochum gekommene Spielmacher Zvjezdan Misimovic als technisch versierte Vorbereiter in Erscheinung. Der „Club“ enttäuschte aber vor allem in der Abwehr, dem Prunkstück der Vorsaison. Eine „Katastrophe“ nannte Doppel-Torschütze Vittek den kollektiven Tiefschlaf bei den drei Gegentoren zwischen der 38. und 45. Minute. „So kann man nicht gewinnen“, kritisierte Hans Meyer. Ein Gutes aber hatte der Dämpfer aus sich des FCN-Trainers doch: „Seit zwei Monaten werde ich gefragt: 'Wie wollen Sie die Euphorie bremsen'? Mit solchen Spielen schaffen wir es.“

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