https://www.faz.net/-gtm-aaow4

Darmstadt in zweiter Liga : „35 Punkte reichen nicht“

  • -Aktualisiert am

Fordert noch mehr von seiner Mannschaft: „Lilien“-Coach Markus Anfang Bild: dpa

Im Kampf gegen den Abstieg steht Darmstadt 98 vor einem schweren Zweitliga-Restprogramm, das es „einfach in sich hat“. Dennoch ist Trainer Markus Anfang zuversichtlich.

          1 Min.

          Würde sich Darmstadt 98 in der zweiten Liga aktuell im Aufstiegskampf befinden, wären die „Lilien“ auf Kurs in Richtung Fußball-Bundesliga. Diese Rechnung machte ihr Trainer Markus Anfang vor dem Heimspiel an diesem Freitag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Bundesliga und bei Sky) gegen den Tabellendritten Greuther Fürth auf.

          2. Bundesliga

          Seine Mannschaft habe aus den vergangenen fünf Spielen zehn Punkte geholt, sagte der 46-Jährige mit Stolz in der Stimme. „Das ist ein Zweierschnitt. Damit steigst du in der Regel sogar auf.“ In der Realität ist ihr 29. Saisonspiel aber kein Spitzenspiel für die Südhessen, weil diese nur Platz zwölf einnehmen – mit 15 Punkten Rückstand auf die Fürther, die zudem eine Begegnung weniger ausgetragen haben.

          Für die Darmstädter steht im Saisonendspurt Kampf gegen den Abstieg auf der Tagesordnung. Und dafür kommt ihr Punktehamstern wie mit dem 2:1 beim Aufstiegsanwärter Hamburger SV gerade richtig. Durch das 1:0 der Regensburger am Mittwoch in Osnabrück beträgt der Vorsprung der „Lilien“ vor dem auf dem Relegationsrang 16 liegenden VfL weiter neun Punkte. „Wir sind nach wie vor nicht gerettet. Wir wissen, dass 35 Punkte nicht reichen werden“, sagte Anfang.

          Zu den weiteren „Lilien“-Gegnern gehören noch Tabellenführer Bochum – diese Partie wurde vom 24. auf den 26. April (20.30 Uhr) verlegt –, der momentane Vierte Holstein Kiel, der Fünfte Heidenheim und der Elfte Hannover 96. Ein „Hammerprogramm“, das es für Anfang „einfach in sich hat. Wir haben noch schwere Brocken vor der Brust“, sagte er. „Wir sind aber auch in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen.“

          „Haben trotzdem gewonnen“

          Nach dem HSV jetzt Greuther Fürth? Werden die „Lilien“ abermals zum Favoritenschreck? Schon im Hinspiel in Fürth übten sie beim 4:0 ihre Außenseiterrolle mit Bravour aus. „Am Ende ist das Ergebnis wohl etwas zu hoch gewesen“, sagte Anfang im Rückblick. An diesem Freitag erwartet er eine Fürther Mannschaft, die „die Initiative ergreifen“ werde.

          „Fürth muss gewinnen, wenn sie aufsteigen wollen. Ob wir viel in den Ballbesitz reinkommen, wird sich zeigen.“ Und wenn nicht? Auch kein Problem für den SVD: „Im Hinspiel hatten wir auch nicht so viel Ballbesitz. Wir haben trotzdem zu null gespielt und gewonnen“, sagte Anfang.

          Weitere Themen

          Eine Hoffnung namens Horst

          Hamburger SV : Eine Hoffnung namens Horst

          Kurzzeit-Trainer Hrubesch hält den Glauben des HSV an die Relegation lebendig – er selbst hat schon viel für eine bessere Zukunft getan, weil er das nur scheinbar Einfache beherrscht.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson in Hartlepool. In der früheren Labour-Hochburg gewannen die Konservativen eine Nachwahl für das Parlament.

          Britische Regierungspläne : „Stop the brain drain“

          Boris Johnson will, dass die Bürger für die Arbeitssuche nicht mehr in die Metropolen ziehen müssen. Die Times spricht von einer „historischen Abkehr“ von der Thatcher-Zeit.
          Die Runde von „hart aber fair“: Hubertus Heil, Julia Friedrichs, Lencke Wischhusen, Arndt Kirchhoff, Djamila Kordus und Frank Plasberg (von links).

          TV-Kritik: Hart aber fair : Fünf Häuptlinge und eine „Indianerin“

          Was bedeutet das Versprechen des sozialen Aufstiegs? Früher hieß es, die Bürger sollten mitbestimmen. Das „Wirtschaftswunder“ zielte auf sozialen Ausgleich. Wie es um den bestellt ist, zeigt „hart aber fair“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.