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Darmstadt in zweiter Liga : „Viel zu wenige Punkte“

  • -Aktualisiert am

Wieder kein Sieg: Darmstadt-Trainer Markus Anfang in Osnabrück Bild: dpa

In der zweiten Bundesliga ist Darmstadt 98 nach dem 1:1 im Nachholspiel gegen den VfL Osnabrück Elfter. Anschließend findet Trainer Markus Anfang deutliche Worte.

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          In der vorigen Zweitligasaison stürzte das Auswärtsspiel in Osnabrück die „Lilien“ in eine veritable Sinnkrise. Die 0:4-Niederlage an der Bremer Brücke war nicht nur der Beginn eines wochenlang währenden sportlichen Abschwungs, sondern musste noch ewig lange als mahnendes Negativbeispiel herhalten. Der damalige Trainer Dimitrios Grammozis war angetreten, den SV Darmstadt 98 spielerisch voranzubringen, die Abkehr vom lange prägenden Hauruck-Fußball zu propagieren. Doch nach dem Match in Osnabrück rückte Grammozis zunächst wieder ab von seiner Spielidee zugunsten einer klassischen Zweitligataktik, bestehend aus stabilisierter Abwehr und der vagen Hoffnung, über Konter zum Erfolg zu kommen.

          Für seinen Nachfolger Markus Anfang, der sicher von der Basisarbeit des Deutschgriechen profitiert, der die Mannschaft nach starker Rückrunde noch auf Rang fünf führte, gilt hingegen: Von seiner Spielidee, die auf offensiv denkenden Vorwärtsfußball basiert, wird nicht abgerückt. Auch an Abenden wie am Mittwoch, an denen es beim 1:1 in Osnabrück erst gut lief, aber dann in den letzten 25 Spielminuten nicht mehr. Das gibt Sicherheit für die Spieler, die, so Anfang, „gerade lernen, mit unserer Art und Weise Fußball zu spielen umzugehen“.

          Auch im Nachholspiel war angesichts des Führungstreffers durch Victor Palsson (30.), weiterer guter Torgelegenheiten und lang anhaltender Spielkontrolle ein Sieg möglich gewesen. Aber die Darmstädter haderten anschließend weit weniger als nach manch vorherigen Spielen, in denen Leistung und Lohn nicht im Einklang waren. Nach dem Ausgleichstreffer des Osnabrückers Ihorst (78.) brauchte es schließlich noch einen gut aufgelegten Torhüter Marcel Schuhen und eine sehenswerte Rettungstat von Innenverteidiger Lars Lukas Mai (87.), um zumindest den Punktgewinn abzusichern.

          Coach Anfang hielt beim Blick auf die Tabelle, welche die „Lilien“ auf Rang elf ausweist, grundsätzlich fest: „Wir haben viel zu wenige Punkte für das, was wir gespielt haben.“ Nämlich mit sechs nur zwei Zähler mehr als der schlecht in die Saison gestartete Karlsruher SC, Auswärtsgegner an diesem Sonntag (13.30 Uhr). Immerhin bleibt auf Tobias Kempe Verlass. Der von ihm getretene Eckball, der zum Führungstor in Osnabrück führte, war schon seine sechste Torvorbereitung in dieser Runde – bei acht Darmstädter Treffern insgesamt. Beim SVD insgesamt bleibt Luft nach oben, bei Kempe nicht.

          2. Bundesliga

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