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1:3 in Darmstadt : Gomez trifft, doch Wolfsburg verliert

  • -Aktualisiert am

Das war nichts: Wolfsburgs Interimstrainer Ismael sieht eine Niederlage. Bild: dpa

Auch unter Interimstrainer Ismael zeigt Wolfsburg eine schwache Leistung. Gomez beendet zwar mit einem besonderen Tor seine Flaute – ansonsten läuft aber viel schief beim VfL.

          Roberto Mancini (zuletzt Inter Mailand), André Villas-Boas (ehemals FC Chelsea) oder Marc Wilmots (belgischer Nationaltrainer) – die Cheftrainer-Kandidatenliste des VfL Wolfsburg ist prominent besetzt. Ist das Bundesligaspiel beim SV Darmstadt 98 der Maßstab, könnten die Wolfsburger nach der Entlassung von Trainer Dieter Hecking tatsächlich eine große Lösung anstreben.

          Denn seine Krise ist der VfL nicht los geworden. Bei seiner Premiere als Interimstrainer verlor Valerien Ismael am Samstag 1:3 am Böllenfalltor. Auch der 41 Jahre alte ehemalige Bayern-Verteidiger konnte aus den Wolfsburger „Schäfchen“ keine echten „Wölfe“ machen. Das Low-Budget-Team aus Darmstadt hat mittlerweile im Kalenderjahr 2016 eine bessere Bilanz als die Millionentruppe aus Niedersachsen. Mit sieben Erfolgen in 25 Bundesligaspielen konnten die „Lilien“ eine Begegnung mehr gewinnen.

          Bei seinem missglückten und deprimierenden Einstand war Ismael gleich gefordert. Nach einem Patzer von Verteidiger Jeffrey Bruma wusste sich der Holländer nur noch mit einer Notbremse am Darmstädter Laszlo Kleinheisler zu helfen. Dafür wurde der Wolfsburger nach 23 Minuten mit der Roten Karte bestraft. Außerdem beförderte Anis Ben-Hatira den Ball anschließend mit einem direkten Freistoßtreffer zum 1:0 (25. Minute) in das Wolfsburger Tor.

          Die Darmstädter jubelten über den Heimsieg. Bilderstrecke

          Nun entglitt den Niedersachsen die Spielkontrolle, es hätte nicht viel gefehlt, und Sven Schipplock hätte das 2:0 für die auf einmal putzmunteren Südhessen erzielt. Beim VfL gab Stürmer Mario Gomez nach 40 Minuten den ersten Schuss in Richtung des SV 98-Tores ab – viel zu wenig, um einen Befreiungsschlag zu landen. Darmstadt hingegen präsentierte sich stürmisch, belohnte sich aber nicht für seinen Tatendrang.

          Beim VfL musste eine Standardsituation her, um vor 15.300 Zuschauern zum Torerfolg zu kommen. Nach einer Ecke köpfte Gomez zum 1:1 (60.) ein, es war sein erster Treffer im Wolfsburger Trikot. Die „Lilien“ ergriff aber nur ein kurzer Schockzustand. Der agile Kleinheisler verschaffte sich mit seinem strammen Schuss zum 2:1 (68.) doch noch sein persönliches Erfolgserlebnis. Acht Minuten später erhöhte der eingewechselte Sandro Sirigu auf 3:1. Der VfL steckt immer tiefer in der Krise.

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