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3:3 bei Hoffenheim : Johnson rettet Gladbacher Serie

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Alle lieben Johnson - zumindest nach seinen beiden Toren ist der Gladbacher umschwärmt Bild: dpa

Die Null muss bei Hoffenheim-Trainer Stevens stehen? Von wegen! Die TSG und Gladbach zeigen eine turbulente Partie mit vielen Toren. Vor allem ein Borusse ist gegen seine früheren Kollegen treffsicher.

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          Fabian Johnson hat Borussia Mönchengladbach mit einem Doppelpack vor der ersten Bundesliga-Niederlage unter Trainer André Schubert bewahrt und die Negativserie seines früheren Vereins 1899 Hoffenheim verlängert. Der Amerikaner traf am Samstag beim 3:3 zur frühen Führung (5. Minute) und besorgte drei Minuten vor Schluss den Ausgleich für die Gäste, die auch das neunte Liga-Spiel unter Schubert schadlos überstanden.

          Den dritten Treffer für die Borussia steuerte Josip Drmic (56.) bei. Die Tore von Steven Zuber (11.), Eugen Polanski (34.) und Nadiem Amiri (47.) reichten für die seit nunmehr sieben Spielen sieglose TSG vor 30.150 Zuschauern nicht zum ersten Erfolg unter dem neuen Coach Huub Stevens. Hoffenheim bleibt mit neun Punkten auch nach dem 14. Spieltag auf einem Abstiegsplatz.

          Von Beginn an war Feuer in der Partie. Beflügelt von der Champions-League-Gala gegen den FC Sevilla startete die Borussia furios und lag schon nach fünf Minuten vorn. Ausgerechnet der ehemalige Hoffenheimer Johnson traf auf Vorlage von Mahmoud Dahoud.

          Mannschaftliche Geschlossenheit: ganz Hoffenheim freut sich über den zwischenzeitlichen Ausgleich Bilderstrecke
          Mannschaftliche Geschlossenheit: ganz Hoffenheim freut sich über den zwischenzeitlichen Ausgleich :

          Die Hausherren schüttelten sich jedoch nur kurz und bliesen sofort zur Gegenattacke. Einen 20-Meter-Schuss von Polanski (7.) fischte Gladbach-Keeper Yann Sommer aus dem Eck, vier Minuten später machte er jedoch keine so gute Figur. Bei einer auf den langen Pfosten geschlagenen Ecke agierte der Schweizer zu zögerlich und ermöglichte seinem Landsmann Zuber den Ausgleich. Es war der erste TSG-Treffer im vierten Spiel unter Stevens, der seine Startformation gleich auf vier Positionen verändert hatte.

          Die Rotation zeigte die erhoffte Wirkung, denn Hoffenheim war gegenüber den zuletzt leblos wirkenden Auftritten kaum wiederzuerkennen. Leidenschaft, Einsatz und Zweikampfhärte - alle zuletzt schmerzlich vermissten Tugenden warfen die Kraichgauer in die Waagschale.

          Das hinterließ Eindruck bei den Gästen, die trotz optischer Überlegenheit kaum zu ihrem gefürchteten Kombinationsfußball fanden. So versuchten es die Gladbacher öfter aus der Distanz, doch Lars Stindl (20.) und Dahoud (36.) zielten nicht genau genug. Besser machte auf der anderen Seite Polanski, der auf Vorlage von Amiri mit der Innenseite einschob.

          Kurz nach Wiederbeginn durfte dann auch der Vorlagengeber jubeln. Stindl spielte einen katastrophalen Rückpass, der zum Fehlpass wurde, auf Amiri, der allein vor Sommer die Nerven behielt.

          Mit seinem ersten Bundesligator krönte der 19-Jährige seine starke Leistung. In dem rasanten Schlagabtausch verpasste Innenverteidiger Niklas Süle wenig später aus drei Metern das vierte Tor, das wohl den vorzeitigen K.o. für die Gäste bedeutet hätte.

          Nur 120 Sekunden später sorgte Drmic per Kopf für den Anschluss und neue Hoffnung. Intensität und Tempo blieben in der Folge hoch. Als die Gastgeber schon langsam an den Sieg glaubten, schlug Johnson nach einem tollen Solo eiskalt zu und sorgte für Enttäuschung beim Tabellenletzten.

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