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Glasners Trainingserkenntnisse : Wie es für die Eintracht in der WM-Pause weitergeht

Vom Zustand seiner Spieler angetan: Eintracht-Trainer Oliver Glasner Bild: Huebner

Eintracht-Trainer Oliver Glasner ist mit den Ergebnissen der Leistungstests seiner Spieler hochzufrieden. Der lange verletzte Aurélio Buta macht im Training auf sich aufmerksam.

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          Das Lob ließ nicht lange auf sich warten. „Die Jungs befinden sich in einem überragenden Zustand. Diejenigen, die die höchsten Belastungen hatten, waren die Fittesten.“ Oliver Glasner war bester Laune, als er erstmals nach längerer Zeit wieder gemeinsam mit seiner Mannschaft in Frankfurt auf dem Übungsplatz gewesen ist. Für den Eintracht-Trainer und seine Profis war es das erste Mal seit der Rückkehr von der Marketingreise nach Japan. Der intensiven Einheit am Montag waren in den Tagen zuvor einige Leistungstests vorausgegangenen, die Glasner allesamt höchst zufriedenstellten. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte der österreichische Fußballlehrer.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          17 Feldspieler und drei Torhüter waren zu Wochenbeginn dabei, als Glasner mal auf Deutsch, mal auf Englisch Kommandos gab und dabei immer wieder auch positive Worte fand. „Super gespielt, bravo, bravo.“ Einer aus dem Eintracht-Ensemble konnte sich besonders empfehlen: Aurélio Buta. Verletzungsbedingt war der im Sommer aus Antwerpen zur Eintracht gewechselte Verteidiger in dieser Punktspielsaison noch gar nicht zum Einsatz gekommen. In Japan gab es eine erste Ar­beitsprobe – und jetzt in Frankfurt die Bestätigung, dass mit dem 25 Jahre alten Defensivspieler durchaus gerechnet werden kann.

          Der in Angola geborene Rechtsverteidiger, der auch die portugiesische Staatsbürgerschaft besitzt, erzielte sogar drei Tore. „Das war sein bestes Training überhaupt“, sagte Glasner. Der Eintracht-Coach will in den kommenden zwei Wochen bis zum Urlaubsbeginn am 10. Dezember den Fokus auf zwei Dinge legen: „Defensivverhalten und Standards.“ Glasner hatte große Freude da­ran, dass er bei der ersten seriösen Trainingseinheit seit zwei Monaten seiner Mannschaft in Unterbrechungspausen Tipps geben konnte. „Hier im Training kann ich eingreifen und stoppen. Im Spiel geht das nicht.“

          Zwei Testspiele wird die Eintracht noch in diesem Jahr bestreiten. Am 2. Dezember stellt sich der Zweitligaverein SV Sandhausen auf dem Trainingsareal an der Frankfurter Arena vor. Eine Woche später geht es am 9. Dezember nach Italien, wo direkt nach dem Abpfiff der Be­gegnung mit Atalanta Bergamo der Weihnachtsurlaub beginnt. In beiden Tests will Glasner Profis viel Einsatzzeit bieten, die im Pflichtspielbetrieb mit Prüfungen in der Bundesliga und in der Champions League zu kurz gekommen sind.

          Telefonate mit Trapp und Götze

          Namentlich erwähnte er Lucas Alario und Rafael Borré, zwei aus seiner stürmischen Abteilung, in der sich Randal Kolo Muani un­entbehrlich gemacht hat. Muani ist ebenso wie sechs andere Eintracht-Profis bei der Weltmeisterschaft in Qatar im Einsatz. „Mit Kevin Trapp und Mario Götze habe ich gerade erst telefoniert“, berichtete Glasner. Eine vorzeitige Rückkehr nach Frankfurt war kein Thema der Unterredung. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie es zumindest bis ins Viertelfinale schaffen sollen.“

          Glasner bekräftigte zudem, „dass ich mit allen Spielern, die bei uns sind, für die Rückrunde plane. Es wird keinen Riesenumbruch im Winter geben.“ Gedanken über die bevorstehende Transfer­periode habe sich der Frankfurter Trainer noch keine gemacht. „Jetzt ist WM, jetzt ist kein Transfermarkt. Wir wollen und werden keine Stammspieler abgeben.“ Ein kleines Hintertürchen ließ sich Glasner aber offen. „Außer, es kommt ein un­moralisches Angebot daher.“

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