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1:2 in Hoffenheim : Schalke ist kein Spitzenteam

  • -Aktualisiert am

Schon wieder kein Sieg: Dem 1:1 gegen Maribor folgt ein Schalker 1:2 in Hoffenheim Bild: dpa

Beim Duell zwischen Hoffenheim und Schalke spielt nur ein Team wie eine Spitzenmannschaft. Die TSG siegt verdient mit 2:1 und ist erster Bayern-Verfolger. Schalke dezimiert sich selbst.

          1899 Hoffenheim ist auf dem besten Weg zu einer Spitzenmannschaft der Fußball-Bundesliga. Auch nach sieben Saisonspielen noch ungeschlagen, verbesserten sich die Nordbadener am Samstag nach einer über weite Strecken beeindruckenden Leistung durch einen 2:1-Heimsieg in Sinsheim über den FC Schalke 04 auf Platz zwei der Tabelle.

          Die Westfalen dagegen fielen eine Woche nach dem Derby-Erfolg über Borussia Dortmund ins graue Tabellenmittelfeld zurück. Huntelaars später Treffer (83.) drehte das Spiel nicht mehr, in dem Hoffenheim vor 30.000 Zuschauern nicht nur wegen der Tore von Elyounoussi (13.) und Szalai (29.) das bessere Team war.

          Enttäuschung nach dem Derbysieg: Schalke-Keeper Fährmann Bilderstrecke

          Wiedersehen macht Freude: So hatten sich das Markus Gisdol und Adam Szalai vorgestellt. Der Hoffenheimer Fußballlehrer war als Jugendlicher großer Schalke-Fan und half seinem Lieblingsklub als Assistenztrainer zwischen 2011 und 2012, der Hoffenheimer Mittelstürmer verließ den Traditionsklub in diesem Sommer schon nach einem Jahr wieder, weil er im Wettbewerb mit Klaas-Jan Huntelaar chancenlos war.

          Auch im Kraichgau hatte der Ungar bis zum Samstag noch keine bemerkenswerte Treffsicherheit entwickelt und erst ein Tor in den Pflichtspielen erzielt. Diese Quote verdoppelte der 26 Jahre alte Angreifer mit seinem Treffer zum 2:0 (29.), einem wuchtigen Rechtsschuss unter die Latte. Vorausgegangen war eine Musterkombination, die über Polanski, Volland und Firmino bis zum Torschützen reichte.

          Hoffenheim überzeugte schon in der Balleroberung, vorzugsweise durch die beiden zupackenden Mittelfeldspieler Polanski und Schwegler. Auch der offensive Spielfluss mit einer Vielzahl kurzer, scharfer Pässe bekam den Schalkern vier Tage nach dem mühsamen 1:1 in der Champions League gegen Maribor überhaupt nicht.

          So auch beim ersten Treffer, als der Norweger Elyounoussi nach dem fabelhaften Zusammenspiel zwischen Volland und Firmino nur noch den Fuß zu seinem vierten Saisontreffer hinzuhalten brauchte (13.).

          Die erste Halbzeit unterhielt das Publikum prächtig, weil auch die Gelsenkirchener ihre Gelegenheiten hatten. Der westfälische Ballbesitzfußball hätte auch zum Erfolg führen können, doch Choupo-Moting (1./19.), Matip (21.) und Draxler (37.) waren im Abschluss zu unkonzentriert. Die Westfalen, bei denen Torwart Fährmann der beste Mann war, bekämpften nach dem Wechsel ihren Frust auf unsinnige Art mit einer Reihe von persönlich gemeinten Fouls.

          Schließlich erwischte es Innenverteidiger Matip (75.) vorzeitig mit einer Gelb-Roten Karte. Freuen durften sich die Schalker trotzdem noch einmal kurz, als Huntelaar nach einer feinen Einzelleistung das 1:2 glückte (82.). Es rief einen Hauch von königsblauer Hoffnung hervor, dem die konkrete Tat nicht mehr folgte.

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