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RB bezwingt Bremen : Wellenreiten macht Leipzigern gute Laune

  • -Aktualisiert am

André Silva zielt genau und erzielt das 1:0 für RB Leipzig. Bild: EPA

Seit Marco Rose Trainer ist, hat RB Leipzig zwölf von 16 Spielen gewonnen und sich zum Bayern-Verfolger gemausert. Die WM-Pause ist manchem Profi gar nicht so recht.

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          Riesengroß waren die Unterschiede nicht. Doch in zwei Szenen blitzte auf, warum RB Leipzig in der Champions League spielt und der SV Werder Bremen sich nur daran erinnert, wie er einst in der höchsten europäischen Fußballklasse mitgemischt hat: Wie Emil Forsberg in der 13. Minute nach Anthony Jungs Fehlpass durchs Mittelfeld stürmte und André Silva vor dem 1:0 bediente, war so zielgerichtet wie mitreißend (13. Minute). Dass Xaver Schlager in der 70. Minute Amos Pieper abschüttelte und zum 2:1 einschoss, stand stellvertretend für die Leipziger Entschlossenheit der vergangenen Monate.

          Bundesliga

          Zweimal hatte sich beim 2:1 der Leipziger in Bremen individuelle Klasse durchgesetzt. Darüber hinaus hatte es Gründe, dass RB-Trainer Marco Rose hinterher soviel von „Arbeit“ sprach. Im ausverkauften Weserstadion musste sich seine Elf in vielen kleinen Duellen behaupten. Das war selten glanzvoll, aber dem Anlass angemessen. „Wir spielen seit Wochen starken Fußball und haben uns verdient in diese gute Position gebracht“, sagte Rose.

          Er hatte RB Leipzig im September mit fünf Punkten auf Rang elf übernommen. Nun trumpfen die Sachsen als Bayern-Verfolger auf, sind 13-Mal nacheinander unbesiegt, haben die vergangenen vier Spiele gewonnen. „Platz zwei fühlt sich richtig geil an“, sagte Torwart Janis Blaswich, der Stammtorwart Peter Gulacsi seit Wochen vertritt: „Wir haben es die vergangenen Wochen als Team super gut gemacht.“ Das war das Fazit vom Bremer Auftritt: Unter Rose ist Leipzig wieder eine Mannschaft, in der die Rädchen ineinander greifen.

          „Wir schwimmen auf einer Welle“, sagte Kapitän Willi Orban. Auf dieser Woge durch den Herbst surfend, ist inbegriffen, nicht in letzter Sekunde den Ausgleich zu fangen, was angesichts des Bremer Drucks möglich gewesen wäre. Er blieb aus, und so überwintert RB auf einem Champions-League-Platz – im DFB-Pokal und der aktuellen Meister-Runde sind die Leipziger mit den Spielen gegen die TSG 1899 Hoffenheim und Manchester City ja auch noch dabei.

          RB gewann seit Roses Amtsantritt zwölf von 16 Partien. Schaut man nur auf die zehn Bundesliga-Partien unter dem Trainer, wird die Trendumkehr seit Domenico Tedescos Entlassung noch deutlicher: Mit 23 Punkten aus zehn Spielen ist RB Leipzig Erster der „Rose-Tabelle“. Der 46 Jahre alte Leipziger interessiert sich zumindest nach außen nicht besonders für solche Zwischenwertungen: „Insgesamt macht es einfach gute Laune, hier zu arbeiten.“

          Wer einen solchen Lauf hat, dem werden auch Wünsche erfüllt. Vor dem Spiel hatte Rose den Bremer Neu-Nationalspieler Niclas Füllkrug gelobt und ihm zur WM-Fahrkarte gratuliert. Fan Füllkrugs und der deutschen Nationalmannschaft werde er aber erst ab Sonntag sein, sagte Marco Rose.

          Dem kann er nun nachgehen, denn Füllkrugs beste Szene, die Chance zum Ausgleich in der 22. Minute, blieb dank Blaswichs Parade ohne Auswirkung auf die prächtige Leipziger Zwischenbilanz. Kommt die WM-Pause für Leipzig jetzt zur Unzeit? Blaswich ist zwar froh, dass er sich ausruhen kann. Andererseits: „Wir hatten jetzt so einen Lauf, da möchte man am liebsten diese Saison durchspielen.“

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