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0:2 gegen Wolfsburg : Mainz verliert Mateta und den Anschluss

  • Aktualisiert am

Nur Statisten: die Mainzer Barreiro Martins (r.) und Levin Ötztunali gegen Wolfsburgs Paulo Otavio Bild: dpa

Der wichtigste Stürmer geht, der Abstiegskampf wird immer bedrohlicher: Dem FSV Mainz 05 stehen schwere Tage bevor. Wolfsburg bleibt dank seines Auswärtssieges ganz oben dran.

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          Dem FSV Mainz 05 stehen im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ganz schwere Wochen bevor. Das Team von Trainer Bo Svensson verlor am Dienstagabend nicht nur das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:0), sondern muss für den Rest der Saison auch ohne den scheidenden Jean-Philippe Mateta auskommen.

          Bundesliga

          In einer ganz schwachen Partie erzielten der polnische Joker Bartosz Bialek (65. Minute) und Wout Weghorst (79.) die Treffer zum Sieg, der die Niedersachsen wieder ganz nah an die Champions-League-Plätze heranbringt. Mainz hingegen blieb im vierten Heimspiel am Stück torlos und im neunten Heimspiel in Serie sieglos. Beides sind Negativrekorde in der Bundesliga-Historie des selbst ernannten Karnevalsvereins.

          Den ersten Schock des Abends hatten die 05er schon vor dem Anpfiff zu verkraften. Topstürmer Mateta, der bislang sieben Tore und damit deutlich mehr als alle anderen Mainzer Profis erzielt hatte, wird in der Rückrunde nicht mehr in der Bundesliga spielen. Chefcoach Svensson bestätigte einen Bericht der „Bild“, wonach der 23 Jahre junge Franzose schon beim Medizincheck in London ist und unmittelbar vor einem Wechsel zu Crystal Palace steht.

          „Wenn alles gut läuft, wovon wir ausgehen, wird das über die Bühne gehen“, sagte Svensson beim Pay-TV-Sender Sky. Er soll wohl zunächst für eineinhalb Jahre ausgeliehen werden. Sportdirektor Martin Schmidt sagte zu den Hintergründen: „Wir wollten ihm diesen Wunsch ermöglichen und ihm die Chance nicht verbauen. Auf der anderen Seite haben wir jetzt auch etwas, was wir investieren können.“

          Die große Abhängigkeit von Mateta wird für Mainz zu einer riesigen Herausforderung in den restlichen 17 Spielen. Auch am eiskalten Januarabend waren die Offensivschwächen der Rheinhessen über 90 Minuten zu sehen. Karim Onisiwo und Jonathan Burkardt (beide je ein Saisontor) mühten sich nach Kräften, hatten aber mit der kompakten Wolfsburger Defensive sehr große Mühe.

          Allgemein bot die erste Viertelstunde nicht viel Action im Duell zwischen Abstiegskandidat und Europa-Aspirant. Dass der Spielball nach zwölf Minuten ausgetauscht werden musste, weil er platt war, erschien wie ein Sinnbild des trostlosen Beginns.

          Erst der nach einer Rotsperre zurückgekehrte Maximilian Arnold sorgte mit einem gefährlichen Freistoß (22.), der nur knapp über die Latte zog, für die erste Chance der Partie. Der ehemalige Mainzer Ridle Baku schoss aus spitzem Winkel (35.) nur ans Außennetz. Chancen der Mainzer waren Mangelware. Als Funktionär Schmidt in der Halbzeit einen platten Ball und einen Schuhriemen als Highlights präsentiert bekam, antwortete er: „Das Spiel kann nur besser werden.“

          Das wurde es kaum. Fouls, Nickligkeiten und Stockfehler prägten auch nach der Pause die Partie, in der sich Torraumszenen meist nur nach Standardsituationen ereigneten. Ein Traumpass von Arnold brachte dann den entscheidenden Impuls, der eingewechselte Bialek lief perfekt ein und vollendete ohne Mühe. Mainz blieb auch nach dem Rückstand blass, die Svensson-Elf spielte wie ein Absteiger. Für den Endstand sorgte Weghorst.

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