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2:3 gegen Gladbach : Mainz ist dran, aber verliert doch

  • -Aktualisiert am

Das Ende der Mainzer Hoffnungen: Ginter (2.v.l.) köpft zum Gladbacher Siegtreffer ein. Bild: EPA

Sie wollten all die Negativ-Schlagzeilen vergessen machen. Und so nah am ersten Sieg wie gegen Gladbach waren sie in dieser Saison noch nie. Doch am Ende stehen die Mainzer wieder mit leeren Händen da.

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          Mit vereinten Kräften voran: Das war nach turbulenten Mainzer Wochen der Selbstzerfleischung das Motto vor der Bundesliga-Begegnung mit dem Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach.

          Die Mannschaft des punktlosen Tabellenletzten bekannte sich in einem offenen Brief „zu hundert Prozent“ zum 1. FSV 05 und versprach, mit Leistung auf dem Platz die Schlagzeilen der letzten Wochen – Freistellung des Angreifers Adam Szalai, Spielerstreik, Entlassung von Trainer Achim Beierlorzer – „vergessen zu machen“.

          Bundesliga

          Das gelang am Ende nicht ganz, nachdem die Mainzer ihren 2:1-Vorsprung durch zwei Tore von Jean-Philippe Mateta (23./36. Minute) verspielt und der weiter unbesiegte Tabellenfünfte durch die Tore von Lars Stindl (15.), Jonas Hofmann per Handelfmeter (76.) und Matthias Ginter (83.) doch noch 3:2 gewonnen hatte. Kapitän Danny Latza war danach sichtlich angefressen und sagte: „Wir hätten unsere Großchancen einfach reinmachen müssen.“

          Wenn das so einfach wäre. Gleichwohl dürfte der Auftritt vom Samstag den Mainzern Mut machen für das nächste Auswärtsspiel in einer Woche in Augsburg. So nah am ersten Sieg waren sie in dieser Saison noch nie. „Wir haben gezeigt, dass wir richtig gut Fußball spielen können“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder. „Mainz wird nie aufgeben.“

          Es fing alles so gut an für die wochenlang verunsicherten Mainzer, als Boetius ein Schnittstellenpass glückte und Elvedi mit Mühe vor Quaison klären konnte (2.). Die Gladbacher verstanden diese Warnung nicht, zumal sie, auf fünf Positionen verändert gegenüber dem 2:2 zum Champions-League-Auftakt bei Inter Mailand, nach einer Viertelstunde durch Kapitän Stindl das 1:0 nach einem sehenswerten Angriff erzielten. Die Mainzer aber stemmten sich danach gegen die individuell besser besetzte Mannschaft und erzwangen durch Mateta zwei Treffer, mit denen der in der vorigen Saison lange verletzte Franzose an seine glänzende Auftaktsaison 2018/19 in Rheinhessen erinnerte. Der wuchtige Mitteltürmer war im Nachgang zu Quaisons Pfostenschuss zur Stelle und erzielte dann noch aus der Drehung einen Treffer per Flachschuss ins linke Toreck, bei dessen Entstehung fünf Gladbacher staunend zusahen.

          Die Halbzeitführung hatte sich die Mannschaft, die zuletzt nicht einmal mehr einen Torschuss zustande gebracht hatte, verdient gegen eine Borussia, die sich zu oft auf ihre spielerische Qualität verließ und ihren aggressiveren Gegner trotz guter Gelegenheiten nicht hinreichend bekämpfte. Nach dem Wechsel aber bekamen es die 05er dann mit der ersten Gladbacher Besetzung zu tun, da nun Plea, Thuram, Neuhaus und der frühere Mainzer Hofmann ins Spiel kamen. Doch die Rheinhessen verließ deswegen die Courage nicht. Sie hielten weiter offensiv dagegen und verteidigten, wie Schlussmann Zentner bei den Schüssen von Embolo und Herrmann (51.), ihr eigenes Tor famos.

          Bis zur 76. Minute, als Hofmann nach Niakhatés Handspiel bei Thurams Schuss den Strafstoß für die Borussia zum 2:2 nutzte. Dann kam, was in dieser Phase kommen musste. Ginter erzielte nach Hofmanns Eckball per Kopf das 3:2 – das sechste Mainzer Gegentor nach einer Standardsituation. Das Spiel war gedreht und blieb doch ermutigend für die Mainzer, die am Ende trotz ihrer bisher besten Saisonleistung verloren hatten.

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