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Beierlorzer in Mainz entlassen : „Ich bin enttäuscht über die Entscheidung des Vereins“

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Wie geht’s weiter bei Mainz 05? Zumindest ohne Trainer Beierlorzer. Bild: AFP

Zweiter Trainerwechsel in der Fußball-Bundesliga schon nach dem zweiten Spieltag. In Mainz endet die Ära Beierlorzer nach Turbulenzen um Szalai-Suspendierung und Spielerstreik.

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          Der FSV Mainz 05 hat sich zwei Tage nach der 1:4-Klatsche gegen Aufsteiger VfB Stuttgart von Trainer Achim Beierlorzer getrennt. Mit diesem Schritt reagierten die Rheinhessen an diesem Montag nicht nur auf den sportlichen Fehlstart in der Liga mit null Punkten nach zwei Spielen, sondern vor allem auch auf die Turbulenzen im Verein rund um den Spielerstreik am vergangenen Mittwoch nach der Aussortierung von Stürmer Adam Szalai.

          Der Coach hatte zwar versichert, schuldlos an dem Wirbel zu sein und „ein ganz konstruktives Verhältnis“ mit der Mannschaft zu haben. Allerdings hatte der Vereinsvorsitzende Stefan Hofmann bereits Zweifel durchblicken lassen, dass Beierlorzers Verhältnis zu den Profis nicht so intakt sei und er den Spielerstreik am vergangenen Mittwoch aus Solidarität gegen die Degradierung von Stürmer Adam Szalai mit verursacht habe. Die Entscheidung, Szalai aus dem Mannschaftstraining der Profis zu nehmen und ihn nur bei der U23 trainieren zu lassen, sei von der sportlichen Leitung getroffen und mit mangelnder sportlicher Perspektive begründet worden, hatte Hofmann vor dem Stuttgart-Spiel betont und hinzugefügt: „Zugegebenermaßen war unsere erste Kommunikation gegenüber Adam Szalai missverständlich.“

          Damit hat die Bundesliga nach dem zweiten Spieltag bereits die zweite Trainerentlassung. Am Sonntag hatte sich Schalke 04 von David Wagner getrennt.

          Der 52-Jährige Beierlorzer hatte am 18. November 2019, nur wenige Tage nach seiner Trennung vom 1. FC Köln, den Cheftrainerjob in Mainz übernommen und einen Vertrag bis Juni 2022 unterschrieben. Er trat damals die Nachfolge von Sandro Schwarz an. „Sicherlich ist dies eine kuriose Situation im Fußball“, sagte er damals. „In diesem Geschäft kann es manchmal schnell gehen, besonders wenn es einfach passt.“

          Manager Schröder lobte ihn bei der Vorstellung mit den Worten: „Bei sachlicher und inhaltlicher Betrachtung ist Achim Beierlorzer ein typischer Trainer für Mainz 05.“ Als Beierlorzer die vom Abstieg bedrohten Mainzer übernahm, standen sie nach elf Spieltagen auf dem 16. Platz. Unter Beierlorzers Führung gelang der Klassenverbleib am 33. Spieltag mit einem 3:1 gegen Werder Bremen.

          „Bis auf Weiteres“ und damit auch im Punktspiel am Freitag (20.30 Uhr/im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und auf Dazn) bei Union Berlin wird der bisherige Assistenz-Trainer Jan-Moritz Lichte das Team betreuen.

          „Mit dem Wechsel an der Position des Trainers ist unsere Analyse der aktuellen Situation nicht abgeschlossen“, sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder, mit der Trennung von Beierlorzer wolle der Klub aber „der Mannschaft kurzfristig und perspektivisch neue Impulse geben“. Beierlorzer zeigte sich „enttäuscht über die Entscheidung des Vereins“, wie er in einer Klubmitteilung zitiert wurde: „Nichtsdestotrotz wünsche ich Mainz 05 und der Mannschaft für den weiteren Weg alles Gute.“

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