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1:0 gegen Freiburg : Ein Tor für den Mainzer Schub

  • -Aktualisiert am

Späte Erlösung: die Mainzer Spieler jubeln nach dem Tor durch Mittelfeldspieler Robin Quaison (r.) Bild: dpa

Nach der Aufholjagd im Keller der Bundesliga droht dem FSV die dritte Nullnummer. Doch dann steht der spät eingewechselte Robin Quaison richtig und trifft für Mainz zum Sieg über Freiburg.

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          Lange drohte am Samstag die dritte Mainzer Nullrunde nach dem 0:1 gegen den FC Augsburg und dem 0:0 bei Schalke 04, ehe der von einer Verletzung genesene und spät eingewechselte Schwede Robin Quaison seine Mannschaft mit dem Treffer des Tages (84. Minute) zum 1:0-Sieg über den SC Freiburg erlöste. Damit zog die Mannschaft von Trainer Bo Svensson fürs Erste vorbei an der an diesem Sonntag in Leverkusen geforderten Bielefelder Arminia.

          Bundesliga

          Mainz verdiente sich den Sprung auf den Relegationsplatz 16 der Fußball-Bundesliga mit einer über neunzig Minuten engagierten Leistung gegen den erst in der zweiten Hälfte auf Augenhöhe mitspielenden Tabellenachten. „Das Spiel muss uns einen unheimlichen Schub geben“, sagte der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt nach einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung.

          Den feinen Unterschied zugunsten des Siegers benannte der von den Mainzern ausgeliehene und nach Lage der Dinge im Sommer an den Bruchweg zurückkehrende Freiburger Torhüter Florian Müller. „Mainz war vielleicht fünf Prozent aggressiver als wir“, sagte er nach einer Niederlage, die ihn genauso frustete wie seine Freiburger Kollegen, denn eigentlich sei es ein „0:0-Spiel gewesen, das der gewinnt, der das erste Tor schießt“.

          Glückliches Ende für Mainz

          Von einer Ausnahme abgesehen, bestimmten die Mainzer die erste Halbzeit, weil sie fleißiger, druckvoller und angriffslustiger waren als die lange reichlich behäbigen Freiburger. Doch zu einem Treffer reichte es hüben wie drüben nicht. Die Rheinhessen nutzten vier recht gute Chancen nicht und waren im aussichtsreichsten Moment im Pech, als da Costa mit einem Schuss aus 35 Meter Torentfernung die Latte traf (24.).

          Auf der anderen Seite blitzte die Qualität der Südbadener nur einmal auf, als der Angreifer Jeong Rechtsaußen Sallai den Ball in den Lauf spielte. Ausgleichende Gerechtigkeit: Der Ungar scheiterte mit seinem kernigen Schuss, bei dem Torhüter Zentner noch die Finger im Spiel hatte, am Außenpfosten (40.).

          Gemessen an den Aluminiumtreffern, gingen die nach der Pause tatendurstigeren Freiburger 2:1 in Führung, als Sallai einen Freistoß gegen die Latte zirkelte (59.). Doch das glückliche Ende gehörte den Mainzern. Nachdem Glatzel mit seinem Kopfball an Müller gescheitert war, vollendete der ebenfalls eingewechselte Quaison diesen entscheidenden Mainzer Angriff sechs Minuten vor dem Abpfiff mit einem Torschuss aus kurzer Distanz zum 1:0-Sieg für den 1. FSV 05. Der zähe Kampf um den entscheidenden Vorteil hatte sich schließlich doch noch gelohnt. So kann es weitergehen für die robuste und immer und überall an sich glaubende Mannschaft von Trainer Bo Svensson.

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