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Leipziger 2:2 gegen Wolfsburg : Ein Remis, zwei Sieger

  • -Aktualisiert am

Hartes Duell: Wolfsburgs Kevin Mbabu im Kampf mit Leipzigs Yussuf Poulsen Bild: Reuters

Mit großer Moral erreicht RB Leipzig beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg die Vorgabe des Trainers. Wolfsburg hat die Champions-League-Teilnahme sicher.

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          Ein Sieg zum Abschied war ihm nicht vergönnt. Für Julian Nagelsmann, der RB Leipzig verlässt und zum FC Bayern München wechselt, gab es im letzten Heimspiel für seinen bisherigen Klub nur bedingt Grund zur Freude. Im Duell mit dem aufbegehrenden VfL Wolfsburg reichte es am 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga nur zu einem 2:2.

          Bundesliga

          In einer temporeichen Partie hatte Maximilian Philipp die Gäste mit seinen Treffern in der 11. und 45. Minute verdient in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel dominiert Leipzig und kam durch Justin Kluivert (51.) sowie Marcel Sabitzer (78./Foulelfmeter) folgerichtig zum Ausgleich. Die Punkteteilung beseitigte die letzten Zweifel des VfL Wolfsburg daran, ob es für seine Teilnahme an der Champions League reicht. Wer künftig Trainer der Niedersachsen ist, ließ deren Cheftrainer Oliver Glasner am Spieltag offen.

          Sein aktives Bemühen darum, weiterhin beim VfL Wolfsburg spielen zu dürfen, wird immer ansehnlicher. Mit zwei elegant erzielten Toren schoss Philipp die Niedersachsen endgültig in die Champions League. Ob der von Dynamo Moskau ausgeliehene Offensivspieler künftig wieder in Russland oder weiter in Wolfsburg arbeitet, darüber entscheiden andere. Angeblich müsste der VfL Wolfsburg eine Ablösesumme von elf Millionen Euro bezahlen, was viel Geld ist. Andererseits hat Philipp mit starken Auftritten maßgeblich dazu beigetragen, dass der Verein auf stattliche Einnahmen dank internationaler Auftritte bauen darf. Die Wolfsburger begleiten den FC Bayern München, RB Leipzig und Borussia Dortmund in die Champions League. Es steht nach dem Meistertitel 2009 ihre dritte Teilnahme an dem lukrativen Wettbewerb an.

          Die Erfolgsgeschichte der Wolfsburger in der Saison 2020/21 bleibt in vielfacher Hinsicht bemerkenswert. Aus dem solide gedachten Versuch, es wieder in die Europa League zu schaffen, war in den vergangenen Wochen eine Flucht nach vorne geworden. Bloß nicht zu viel grübeln. Bloß nicht in der Tabelle nach hinten sehen. Mit dieser von Glasner vorgegebenen Taktik ist der vom Volkwagen-Konzern finanzierte Verein gut gefahren. Eine kluge Mischung aus viel Ballbesitz, aggressivem Stören und hoher Effektivität sorgt dafür, dass Wolfsburg mit einem Heimsieg gegen Mainz die Saison als Tabellendritter beenden kann.

          Der Zeitpunkt für einen echten Geniestreich war perfekt gewählt. Drei Tage nach der Niederlage von RB Leipzig im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund wirkten die Wolfsburger zunächst frischer und wacher im Kopf. Erst ab dem 1:2 durch Justin Kluivert für Leipzig war Gast ins Wanken geraten. Dass es am Ende zu einem Unentschieden reichte, wurde bejubelt und manifestierte ein Kuriosum. Im Wettstreit mit den hohen Favoriten aus München, Dortmund oder Leipzig ist dem VfL Wolfsburg in dieser Saison kein einziger Sieg gelungen.

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