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0:0 gegen Hoffenheim : Leipzig tritt auf der Stelle

  • Aktualisiert am

Leipziger Richtungsstreit: Marcel Sabitzer (l.) und Yussuf Poulsen Bild: Reuters

Die TSG Hoffenheim besiegen und damit Bayern München unter Druck setzen. Mit diesem Plan ging RB Leipzig in das Freitagsspiel, scheiterte aber an sich selbst.

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          RB Leipzig hat sich im Titelkampf der Fußball-Bundesliga einen möglicherweise folgenschweren Patzer erlaubt. Die Elf von Trainer Julian Nagelsmann kam zu Hause gegen die TSG Hoffenheim nicht über ein 0:0 hinaus und blieb mit 61 Punkten auf Abstand zu Bayern München. Der Spitzenreiter (65) kann seinen Vorsprung am Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) auf sieben Punkte ausbauen. „Wir hatten nicht so viele Torchancen, der letzte Punch hat irgendwie gefehlt“, sagte der enttäuschte Leipziger Sportdirektor Markus Krösche bei Dazn.

          Bundesliga

          Leipzig hatte über weite Strecken deutlich mehr vom Spiel, kam aber nur selten gefährlich vor das gegnerische Tor. Nagelsmanns ehemaliger Klub Hoffenheim blieb zwar im fünften Liga-Spiel in Folge ohne Sieg, landete mit dem Punkt aber einen wichtigen Achtungserfolg. Mit 32 Zählern besteht für die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß jedoch weiterhin Abstiegsgefahr.

          RB-Coach Nagelsmann entschied sich im Sturmzentrum etwas überraschend für Emil Forsberg. Der Norweger Alexander Sörloth, beim 4:1 am vergangenen Spieltag gegen Werder Bremen noch Doppel-Torschütze, saß nur auf der Bank. Mit Forsberg fand Leipzig gegen die laufstarken Hoffenheimer zunächst aber kein Mittel. Am ehesten ging noch etwas über Angelino auf der linken Seite. Der Spanier wirkte nach zweimonatiger Verletzungspause äußerst spielfreudig.

          Die Gäste aus Hoffenheim waren gut eingestellt, standen in der Abwehr kompakt und ließen wenig zu. Vorne pressten die Kraichgauer früh, störten den Spielaufbau der Leipziger und kamen dank ihrer Zweikampfstärke zu vielen Ballgewinnen. Christoph Baumgartner stach als kluger Ideengeber heraus, den Weg in den Strafraum fand er aber viel zu selten. Beide Teams neutralisierten sich lange Zeit, echte Torchancen gab es im ersten Durchgang kaum. Leipzig fiel im Spiel nach vorne nicht viel ein, RB leistete sich viele Fehlpässe und lief häufig ins Abseits. Ein Weitschuss von Marcel Sabitzer (42.) war für lange Zeit die einzige gefährliche Situation.

          „Es fehlen ein bisschen die Tiefenläufe“, kritisierte Krösche zur Halbzeit bei Dazn. Nagelsmann reagierte, brachte Kevin Kampl und Amadou Haidara. Hoffenheim verlor Florian Grillitsch, der in der 55. Minute mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden musste. Leipzig erhöhte den Druck, hatte lange Ballbesitz-Passagen und formierte sich immer wieder um den Hoffenheimer Strafraum. Sabitzer brachte mit einem Linksschuss den Ball zumindest mal in die Nähe des Gäste-Tores (65.). Joker Sörloth kam im gegnerischen Strafraum frei zum Schuss (73.), war aber, wie seine Teamkollegen auch, nicht entschlossen genug.

          Der eingewechselte Yussuf Poulsen köpfte in der sechsten Minute der Nachspielzeit doch noch das vermeintliche Siegtor. Da er sich dabei aber an die Hand köpfte, wurde der Treffer regelgerecht vom Video-Schiedsrichter aberkannt. „Leider war es am Ende Hand, damit müssen wir leben. Es îst extrem bitter, aber richtig, das abzuerkennen", sagte Krösche, der sich die Szene rasch am Smartphone hatte zeigen lassen.

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