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0:0 gegen Köln : Hertha BSC rettet sich

  • -Aktualisiert am

Im Abstiegskampf nach Quarantänezeit zur verschworenen Einheit avanciert: Spieler von Hertha BSC Berlin Bild: AFP

Hertha BSC und der 1. FC Köln zeigen ein kaum anzusehendes Gebolze, dessen ständige Begleiter Angst, Krampf, Vorsicht und Fehler waren. Doch beide gehen mit einem günstigen Resultat aus dem Spiel.

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          Gemessen am späten Zeitpunkt des Aufeinandertreffens zweier Abstiegskandidaten, gingen beide mit dem bestmöglichen Resultat aus der Begegnung. Hertha BSC hat durch das 0:0 gegen den 1. FC Köln den Klassenverbleib sicher, die Kölner können sich am kommenden Wochenende ebenfalls retten, wenn auch nicht aus eigener Kraft.

          Bundesliga

          Das war es dann aber auch schon mit den positiven Aspekten dieses ex­trem schlechten Fußballspiels. Hertha und Köln zeigten ein kaum anzusehendes Gebolze, dessen ständige Begleiter Angst, Krampf, Vorsicht und Fehler waren. Torchancen gab es fast keine. Nach einer dürftigen ersten Hälfte sank das Niveau nach der Pause im Minutentakt, echte Gefahr entstand in keinem der beiden Strafräume.

          Köln war von Beginn an anzumerken, dass eine Niederlage den fast sicheren Abstieg bedeutet hätte. Um Ballkontrolle bemüht, ließen sie die letzte Konsequenz in der Offensive vermissen. Mit viel Wohlwollen ließ sich der Versuch von Rexhbacaj als erste Torchance bezeichnen (17.). Gefährlicher war da schon der Schuss von Herthas Radonjic, der aus spitzem Winkel vom Kölner Torwart Timo Horn pariert wurde (30.).

          Hertha war das hohe Pensum der vergangenen Tage deutlich anzumerken. Nachdem die Mannschaft wegen mehrerer Corona-Fälle im April für zwei Wochen in Quarantäne geschickt wurde, musste sie innerhalb von 12 Tagen fünf Spiele bestreiten. Trotz der enormen Belastung gelang es den Berlinern, in diesem Zeitraum den Abstieg zu verhindern. In den fünf Spielen seit der Rückkehr blieben sie ungeschlagen, zu den zwei Siegen kamen drei Unentschieden.

          Die erfolgreiche Punkteausbeute beruht vor allem auf einer stabilen Defensive, in den drei Spielen im heimischen Olympiastadion blieb Hertha ohne Gegentor. Doch die enge Taktung der Spiele forderte personellen Tribut. Jhon Cordoba, Matteo Guendouzi, Krzyzstof Piatek und Maximilian Mittelstädt zogen sich Verletzungen zu, die ihre Saison vorzeitig beendeten. Auch Sami Khedira stand nicht zur Verfügung. Die vielen Ausfälle waren dem Berliner Spiel gegen Köln anzumerken. Und trotzdem jubelte Khedira auf der Tribüne über den Treffer seines Bruders Rani zum 1:0 der Augsburger, die letztlich 2:0 gegen Bremen siegten – und der Hertha damit ein Geschenk machten.

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