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1:1 in Mainz : Die Hertha ist zurück

  • -Aktualisiert am

Der passt genau: Herthas Torwart Schwolow fliegt beim Ausgleichstreffer vergeblich Bild: EPA

Hertha BSC sichert sich nach der coronabedingten Pause im ersten von drei Nachholspielen in der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Punkt beim FSV Mainz 05.

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          Hertha BSC hat nach vierzehn Tagen Quarantäne wegen diverser Corona-Infektionen in der Mannschaft wie im Trainerteam das Fußballspielen nicht verlernt. Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai fasste am Montagabend im ersten von drei Nachholspielen beim 1. FSV Mainz 05 nach einer über weite Teile unsicheren ersten Hälfte Tritt für die Rallye mit sechs Bundesligaspielen in zwanzig Tagen. Sie verdiente sich das 1:1 bei den zuletzt sehr starken Rheinhessen.

          Die Berliner gingen durch Tousarts Kopfballtreffer sogar in Führung (36. Minute), Mwene glich für die Mainzer vier Minuten später aus. Am Ende waren beide Teams relativ zufrieden mit dem Ergebnis. Mainz, nun seit acht Spielen ohne Niederlage, hat sich als Tabellenzwölfter drei Spieltage vor Saisonende mit 35 Punkten ein Stück von der abstiegsbedrohten Zone abgesetzt, während die Hertha mit nun 27 Punkten konkret andeutete, dass sie sich schon bald vom vorletzten Tabellenplatz in Richtung rettendes Ufer verabschieden könnte.

          Entsprechend zufrieden äußerte sich Cheftrainer Pal Dardai, der wie die Spieler Jarstein, Plattenhardt und Lukebakio zu den erkrankten Berlinern gehört hatte. „Es war ein erarbeiteter Punkt“, bewertete er den Ertrag dieses ermutigenden Abends. Dardai lobte die zusehends „besseren Spielzüge“ seines Teams im zweiten Spielabschnitt. „Wir waren wegen des Punkts hier, und den nehmen wir gerne mit“ sagte er vor den nächsten Prüfungen mit den Heimspielen gegen den SC Freiburg am Donnerstag und Arminia Bielefeld am Sonntag.

          Bundesliga

          In der Anfangsphase verhinderten Mainzer Nachlässigkeiten, dass die Mannschaft von Trainer Bo Svensson früh Kapital aus ihrer Überlegenheit schlug. Boetius verstolperte seine Gelegenheit (8.) und traf danach mit einem gefühlvollen Heber nach Khediras missglücktem Rettungsversuch die Latte (9.). Als dann Szalai nach Barreiros feinem Steckpass an Torhüter Schwolow scheiterte (20.), dämmerte den Mainzern, dass ihr Chancenwucher auch bestraft werden könnte. „Ich hätte das Tor machen müssen“, grämte sich der Ungar über seine verpasste Gelegenheit.

          Weit entfernt von der Galaform gegen die Bayern

          Die als erste in diesem Duell zuschlugen, waren die Berliner. Nach einem Foul des schon verwarnten Innenverteidigers Bell an Cunha war es so weit, als Tousart mit einem Kopfball, seinem ersten Bundesligator, die 05er im Anschluss an Guendouzis Freistoß bestrafte. Danach wechselte Trainer Bo Svensson Bell vorsichtshalber gegen Hack aus. Vier Minuten später feierte auch der zuletzt starke Mainzer Mwene seine Trefferpremiere in der höchsten Spielklasse, als der linke Flügelsprinter aus halbrechter Position und 22 Metern Torentfernung den Ball ins Berliner Toreck wuchtete. Damit war das Torekontingent an diesem Abend ausgeschöpft.

          Nach dem Wechsel glichen sich die Verhältnisse an. Die Mainzer wirkten erstaunlicherweise etwas müder als die immer besser ins Spiel kommenden Berliner. Von der Galaform beim 2:1-Sieg über Meister Bayern München vor rund einer Woche waren die 05er weit entfernt. Die 05er durften sich schließlich glücklich schätzen, dass der eingewechselte Piatek frei vor Torhüter Zentner den Ball am Tor vorbeischoss (82.). Ein 2:1-Sieg für den Hauptstadtklub wäre des Guten aber auch ein wenig zu viel gewesen.

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