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Fußball in der Corona-Krise : Angst vor der Herbstdepression

  • -Aktualisiert am

Triste Aussichten: Am Samstag durften 6030 Zuschauer ins Sinsheimer Stadion, die neue alte Normalität könnte aber bald wieder heißen: Geisterspiele. Bild: GES/Marvin Ibo

Das optimistische Sommergefühl war trügerisch: Die Lage des Patienten Fußball könnte schnell von stabil zu bedrohlich umschlagen. Hans-Joachim Watzke warnt vor einem Worst-Case-Szenario – und das Reiserisiko wächst.

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          Vor der Sinsheimer Arena war am Samstag ein verzwickter Fall von Risikobewertung zu beobachten. Ein Mann vom Ordnungspersonal kurvte auf einem Motorroller zwischen den ankommenden Besuchern hindurch, und sobald er jemanden erspähte, der ohne den obligaten Mund-Nasen-Schutz zu sehen war, gab es eine Ermahnung. Dass der Mann dabei seinerseits ungeschützt unterwegs war, nämlich ohne Helm, amüsierte so manchen Beobachter – und ermunterte zur provokanten Frage, was denn nun gefährlicher sei.

          Bundesliga
          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Es war eine heitere Perspektive auf ein ernstes Thema, das in den vergangenen Tagen wieder mit bedrohlicher Wucht über den Fußball hereingebrochen ist. Noch nicht unbedingt in Sinsheim, wo 6030 Zuschauer den Dortmunder Sieg bei der TSG Hoffenheim sahen, aber mit Blick auf die Lage der Liga wirkte die Szenerie dort wie einer der letzten Sonnenstrahlen vor der befürchteten Herbstdepression.

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