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0:1 gegen Mainz : Hannover steckt tief im Schlamassel

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Wo geht es bitte aus dem Keller? Hannover-Trainer Schaaf. Bild: dpa

Drittes Spiel, dritte Niederlage: Auch unter dem neuen Trainer Thomas Schaaf läuft es für Hannover 96 nicht besser. Beim 0:1 gegen Mainz klappt bei 96 nahezu nichts wie gewünscht.

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          Thomas Schaaf wartet weiter auf den ersten Punkt als Trainer von Hannover 96. Der neue Coach verlor mit dem niedersächsischen Fußball-Bundesligaverein am Samstag mit 0:1 (0:1) gegen Mainz 05 und kassierte die dritte Niederlage im dritten Spiel.

          Für den schwachen Tabellenletzten wird die Situation immer bedrohlicher, während die Mainzer sich trotz mittelmäßiger Leistung in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Der Spanier Jairo (24.) sorgte vor 35.596 Zuschauern mit seinem Tor im zehnten Versuch für den ersten Dreier in Hannover.

          Schaaf sah im zweiten Heimspiel unter seiner Regie eine erschreckend schlechte Darbietung. Es lief so gut wie nichts in seinem Team, das er auf drei Positionen umgebaut hatte. So schlecht spielte seine Mannschaft, dass der Coach sich schon vor der Pause zum Wechsel genötigt sah. Nach 35 Minuten musste der völlig überforderte Hotaru Yamaguchi den Platz wieder verlassen.

          Fastnachtsstimmung bei den Mainzern in Hannover nach der Führung. Bilderstrecke
          Fastnachtsstimmung bei den Mainzern in Hannover nach der Führung. :

          Für den aus Japans zweiter Liga geholten Mittelfeldspieler kam Salif Sané, der zunächst auf der Bank saß, obwohl er in der Vorrunde fast immer der beste Feldspieler der Hannoveraner war. Da war es fast schon zu spät, weil Mainz durch Jairo nach Vorlage von Christian Clemens in Führung gegangen war. Für eine Wende fehlte der Wille und die Klasse.

          Bei Hannover klappte nahezu nichts, vor allem das Offensivspiel war an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Der Mainzer Tormann Loris Karius erlebte einen ungewohnt ruhigen Nachmittag am Rande der Langeweile. Erst in der 80. Minute musste er bei einem Schuss von Hugo Almeida erstmals eingreifen.

          Manuel Schmiedebach durfte zum dritten Mal unter Schaaf in der Mittelfeldraute auf der Zehner-Position auflaufen. Doch der Defensiv-Spezialist, in Hannover seit langem als Zerstörer durchaus geschätzt, war mit dem Spielaufbau ziemlich überfordert. Impulse für das Spiel nach vorne gab es nicht. Im Angriff der Gastgeber blieben der ehemalige Mainzer Adam Szalai und Hugo Almeida ohne vernünftige Anspiele. Beide mieden aber auch die langen Wege, um sich selber Bälle zu holen.

          Die Mainzer begannen schwach, steigerten sich aber im Gegensatz zum Gastgeber schon in der ersten Halbzeit. Nach der Führung wurden die Aktionen etwas sicherer, weitere Chancen gegen die verunsicherten Hannoveraner waren die Folge, ohne dass die Gäste glänzten. Die beste Chance zum zweiten Treffer vergab Christian Clemens (89.) mit einem Pfostentreffer kurz vor Abpfiff.

          Bei Hannover gab es ganz wenig Lichtblicke, dazu gehörte immerhin Winterzugang Alexander Milosevic, der sein Debüt gab. Der von Besiktas Istanbul geholte Schwede mit serbischen Wurzeln spielte neben Christian Schulz in der Innenverteidigung und machte das ordentlich.

          Auf der anderen Seite gab der Mainzer Trainer Martin Schmidt dem Neuzugang Giulio Donati die Chance zum Debüt für 05. Der aus Leverkusen geholte Italiener spielte für den etatmäßigen Rechtsverteidiger Daniel Brosinski und hatte gegen Hannover wenig zu tun. Donati beschränkte sich bei seiner Premiere für die Mainzer durchweg auf den defensiven Part.

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