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Hamburg verliert in Sandhausen : „Meine Güte HSV“

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Betretene Miene bei HSV-Spieler Josha Vagnoman: Schon wieder droht der Aufstieg verspielt zu werden Bild: dpa

Der Hamburger SV kassiert auf seinem angestrebten Weg in Richtung Rückkehr in die Fußball-Bundesliga einen Dämpfer beim SV Sandhausen. Nach dem harmlosen Auftritt erntet der HSV Mitleid.

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          Der Hamburger SV droht die ersehnte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga abermals zu verspielen und Nationalspieler Toni Kroos hat Mitleid mit den Hanseaten. „Meine Güte HSV... ehrlich ...“, twitterte der Profi von Real Madrid nach dem 1:2 der Hamburger am Donnerstagabend beim Zweitliga-Vorletzen SV Sandhausen.

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          Selbst die kritische Lage der Baden-Württemberger, die erst am Montag nach zweiwöchiger Quarantäne wieder ins Training eingestiegen waren, konnte der Favorit aus dem Norden nicht zu seinen Gunsten nutzen. „Sandhausen hat es mehr gewollt. Wir haben erst nach dem 0:2 angefangen, Fußball zu spielen. Das hat einfach nicht gereicht. Eine verdiente Niederlage“, sagte HSV-Trainer Daniel Thioune.

          Ein Eigentor von Stephan Ambrosius (46. Minute) leitete die Hamburger Niederlage ein, Daniel Keita-Ruel (52.) legte für Sandhausen nach. Der Anschlusstreffer von Manuel Wintzheimer (76.) kam zu spät. „Wir haben die ersten 60 Minuten nicht stattgefunden, haben die Zweikämpfe nicht bestritten, die man bestreiten muss“, sagte HSV-Keeper Sven Ulreich. „Die Sandhäuser wollten ihr Leben auf dem Platz lassen. Die wussten, dass sie alles rausblasen müssen. Das war der Unterschied“, erklärte Thioune beim TV-Sender Sky. „Uns fehlt sicher die Stabilität im Kopf und auch auf dem Platz.“

          Nachdem der Spitzenreiter VfL Bochum zuvor mit 2:0 beim 1. FC Heidenheim gewonnen und deren schärfster Verfolger SpVgg Greuther Fürth mit einem 3:0 bei Eintracht Braunschweig am Dienstag seine Aufgabe gelöst hatte, könnte Hamburg das Saisonziel mit vier Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz zum dritten Mal nacheinander verpassen.

          Betretene Miene bei HSV-Spieler Josha Vagnoman: Schon wieder droht der Aufstieg verspielt zu werden
          Betretene Miene bei HSV-Spieler Josha Vagnoman: Schon wieder droht der Aufstieg verspielt zu werden : Bild: dpa

          Schon in der Anfangsphase hatten die Norddeutschen gegen den heimstarken SVS große Probleme. Hamburg ließ nicht nur viele Grundtugenden vermissen, sondern musste auch noch früh wechseln. Bakery Jatta konnte verletzungsbedingt nicht weiterspielen. Für ihn kam Amadou Onana (15.). Aber auch durch die Einwechslung besserte sich im Spiel der Gäste nichts. Sandhausen präsentierte sich zu keiner Zeit wie ein Abstiegskandidat.

          Das einzige Manko: Die Hausherren verpassten es zunächst, sich nach 6:0 Ecken und 11:2 Torschüssen in der ersten Halbzeit zu belohnen. Das änderte sich 18 Sekunden nach dem Seitenwechsel. Nach einer Flanke von Julius Biada köpfte Ambrosius den Ball ins eigene Tor, und nur sechs Minuten später erhöhte Keita-Ruel auf 2:0. „Wenn wir alle zusammen arbeiten, dann packen wir das“, sagte SVS-Kapitän Dennis Diekmeier. Erst spät wachte der HSV dann auf. Doch mehr als der Anschlusstreffer von Wintzheimer kam dabei nicht herum. Die Hamburger beziehen nun vorübergehend ein Quartier in Herzogenaurach und gastieren am Sonntag beim SSV Jahn Regensburg (13.30 Uhr/im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky).

          Der Druck wird nicht geringer, im Gegenteil: Um den Aufschrei unter den Fans und die Kritik an Trainer Thioune so leise wie nur möglich zu halten, müssen dringend Punkte her. Das gilt im Endspurt auch für den SVS, der parallel gegen seinen ehemaligen Coach Kenan Koack und Hannover 96 einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt anstrebt.

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