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1:0 in Bielefeld : Großzügige Gladbacher gewinnen knapp

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Bielefelds Pieper kommt geflogen, doch Gladbachs Embolo bleibt cool und verwertet diese Chance zum Siegtreffer. Bild: dpa

Alleine bis zum Seitenwechsel 13 Schüsse und 10:0 Ecken – doch beinahe hätte Borussia Mönchengladbach selbst bei Arminia Bielefeld den Sieg verpasst. Einmal behält Embolo dann aber doch die Nerven.

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          Borussia Mönchengladbach hat seine Sieglos-Serie in der Fußball-Bundesliga trotz eines unglaublichen Chancenwuchers beendet. Die ambitionierte Elf vom Niederrhein setzte sich bei Arminia Bielefeld mit 1:0 (0:0) durch und verkürzte den Rückstand auf die Champions-League-Ränge auf zunächst drei Punkte. Breel Embolo (58.) erlöste die Gladbacher nach zuvor vier Ligaspielen ohne Sieg.

          Bundesliga

          Aufsteiger Bielefeld geriet in dieser Saison zum zehnten Mal in Rückstand und verließ den Platz zum zehnten Mal als Verlierer. Die mit dem Ergebnis gut bediente Mannschaft von Uwe Neuhaus bleibt nach dem 14. Spieltag auf dem Relegationsplatz. „Wir können die Tabelle lesen und wissen, dass wir Punkte brauchen, um weiter oben dran zu bleiben“, hatte Gladbach-Trainer Marco Rose vor der Partie gesagt und vor dem Gegner gewarnt: „Die Arminia hat ihre Spielweise etwas angepasst. Sie kommt viel über erste und zweite Bälle. Sie kämpfen ums sportliche Überleben, darauf stellen wir uns ein.“

          Das Spiel ging aber nur in eine Richtung. Patrick Herrmann, der kurzfristig für den angeschlagenen Valentino Lazaro in die Startformation gerückt war, stand in der dritten Minute bei seinem erfolgreichen Torabschluss leicht im Abseits. Nach einem Fehler von Bielefelds U21-Nationalspieler Amos Pieper traf Mittelstürmer Embolo den Pfosten, im Nachschuss verfehlte der Schweizer unter Bedrängnis das leere Tor (6.). Arminia-Keeper Stefan Ortega rettete nach zwölf Minuten gedankenschnell gegen Herrmann.

          Auch in der Folge verpassten drückend überlegene Gladbacher die Führung, 13 Schüsse und 10:0 Ecken bis zum Seitenwechsel brachten nichts ein. Der wegen seiner Spuck-Attacke gesperrte Marcus Thuram und der nach Zerrung zunächst geschonte und später für Embolo eingewechselte Alassane Plea wurden schmerzlich vermisst.

          Bielefeld war mit der Beweglichkeit, dem hohen Tempo und dem präzisen Passspiel des Europacup-Teilnehmers heillos überfordert und wäre kurz vor der Pause doch beinahe durch Sergio Cordova wie aus dem Nichts in Führung gegangen (45.+1), der Schuss des Venezolaners strich aber knapp am Pfosten vorbei.

          Nach der Pause gestaltete sich das Spiel zunächst etwas offener. Wieder Cordova wurde für die Gastgeber gefährlich, doch nach einem tollen Pass von Jonas Hofmann lief Embolo abermals Pieper davon und vollstreckte diesmal zum 1:0. Danach war Gladbach um mehr Ruhe im Spiel bemüht.

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