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1:0 in Wolfsburg : Ein Tor und ein Aufreger für Schalke

  • -Aktualisiert am

Schalker Freude: Goretzka trifft in Wolfsburg zum Sieg. Bild: dpa

Die Mannschaften enttäuschen die Zuschauer. Doch am Ende gibt es doch noch glückliche Gesichter – bei Schalke. Die Königsblauen siegen durch ein spätes Tor in Wolfsburg.

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          Die wechselseitigen Versuche, eine schöne Flanke zu schlagen oder einen klugen Pass abzugeben, waren in Serie fehlgeschlagen. Nur dieses eine Mal hatte dann doch etwas geklappt. Eine scharfe Hereingabe von Sead Kolasinac in der 82. Minute konnte Leon Goretzka zum Siegtreffer für Schalke 04 nutzen. Das späte Tor in der Partie beim VfL Wolfsburg ebnete zwar den Weg zu einem 1:0-Auswärtssieg, aber eben auch nicht alles übertünchen. Beide Klubs haben es am 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga geschafft, das Publikum zu enttäuschen. Schalke darf immerhin für sich in Anspruch nehmen, in der zweiten Halbzeit das aktivere von zunächst sehr lethargischen Teams gewesen zu sein. Und das ermöglichte den ersten Auswärtssieg für Königsblau in dieser Saison.

          Mangels schön anzusehender Alternativen musste eine der üblichen Streitigkeiten lange Zeit als Höhepunkt herhalten. 61. Minute Spielminute: Der Ball war im Wolfsburger Strafraum auf Benedikt Höwedes zugerollt. Ein Foul von Gegenspieler Luiz Gustavo verhinderte, dass der Nationalspieler aus kürzester Distanz zum Torschuss ansetzen konnte. Dass Schiedsrichter Felix Zwayer mit seiner Entscheidung auf Weiterspielen statt Foul falsch lag, regte alle Schalker mächtig auf. Die Szene schafft es, abgesehen vom Siegtreffer durch Goretzka, vor 30.000 Zuschauern zum Aufreger des Tages. Besserer und schönerer Diskussionsstoff als dieser verweigerte Foulelfmeter wollte einfach nicht in Sicht kommen.

          Das Wesentliche im Blick: Schalkes Kolasinac (rechts) und Kuba aus Wolfsburg. Bilderstrecke
          Das Wesentliche im Blick: Schalkes Kolasinac (rechts) und Kuba aus Wolfsburg. :

          Der Jubel von Schalke 04 hat das Elend des VfL Wolfsburg erheblich vergrößert. Nach der Entlassung von Dieter Hecking war unter der Regie von Valérien Ismaël zunächst ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Die jüngste Leistung wirft nun die Frage auf, wie die Wolfsburger in dieser Saison eigentlich zu ihrem ersten Heimsieg kommen wollen.

          Null Torchancen in 90 mehrheitlich tristen Minuten: Zu diesem bitteren Fazit kamen die Statistikexperten in der Partie gegen Schalke. In Erinnerung bleiben wird eine Szene des VfL, die so typisch war. Daniel Caligiuri hatte einen wirklich ganz schlechten Tag erwischt und irgendwann in diesem schlechten Spiel irgendwie versucht, ohne jede Körperspannung eine Flanke zu schlagen. Als ihm das misslang, sah die Aktion so unglücklich aus, als habe der Mittelfeldspieler unter einem plötzlichen Schwindelanfall gelitten.

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