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2:1 in Hamburg : Ein hartes Stück Arbeit für die Bayern

  • -Aktualisiert am

Robert Lewandowski (rechts) hat seine Treffsicherheit im neuen Jahr nicht verloren Bild: dpa

Die Bayern haben einige Mühe zum Start in die Bundesliga-Rückrunde, siegen beim HSV aber mit 2:1. Dabei glänzt vor allem ihr Torjäger. Eine schlechte Nachricht gibt es aber doch für die Münchner.

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          Die Diskussionen um die „lahme Ente“ Pep Guardiola dürften weitergehen. Mit viel Mühe und ganz wenig Glanz gewann der FC Bayern München am Freitagabend das erste Bundesligaspiel nach Trainer Guardiolas angekündigtem Abschied im Sommer. Beim heimschwachen Hamburger SV konnten sich die Bayern beim 2:1-Sieg auf Robert Lewandowski verlassen; ihm gelangen beide Treffer zum 16. Saisonsieg. Zwischendurch hatte der HSV dank Alonsos Eigentor ausgeglichen.

          „In der ersten Halbzeit hatten wir alles unter Kontrolle, dann haben wir ein bisschen geschlafen. Zum Glück haben wir noch gewonnen. Heute waren drei Punkte wichtig“, sagte Bayerns Doppel-Torschütze Lewandowski. Es sei „zum Kotzen“, sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia: „So billige Tore, die wir heute kassiert haben.“

          So richtig in Gang kam das Bayern-Spiel gegen die defensiven und weitgehend harmlosen Hamburger nie. Wie auch immer, der souveräne Tabellenführer gewann den Auftakt der letzten Halbserie unter seinem eigenwilligen Coach. Bitter war die Verletzung Jerome Boatengs: Der Nationalspieler musste Anfang der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden. Der HSV verlor zum dritten Mal nacheinander und muss nun in Stuttgart und gegen Köln punkten, um die Abstiegsränge zu meiden. Allemal war die Leistung jedoch besser als beim 0:5 im Hinspiel.

          Aus Hamburger Sicht waren die drei wichtigsten Personalien vor dem Anpfiff geklärt. Sowohl Pierre-Michel Lasogga als auch Johan Djourou und Gojko Kacar liefen auf; alle drei waren angeschlagen – besonders Lasogga riskiert gerade einiges mit seiner lädierten, aber unoperierten rechten Schulter. Das Fehlen von Emir Spahic und dem langzeitverletzten Schweden Albin Ekdal musste der HSV verkraften, so wie die Tatsache, dass im Trainingslager in Belek bis zu elf Profis verletzt oder malad teilweise nicht mitüben konnten. Dementsprechend unzufrieden war Trainer Bruno Labbadia auch mit dem Camp und den schwachen Testspielen.

          Mit seiner Attacke gegen Müller sorgte HSV-Torwart Adler für den Rückstand. Bilderstrecke

          Bei den Bayern gab es die unter Guardiola übliche lange Verletztenliste. Neben Franck Ribéry, Mehdi Benatia und Mario Götze musste der Spanier auch auf Rafinha und Bernat verzichten. Besonders ärgerlich: Rafinha hatte sich bei der 1:2-Testspielniederlage beim Karlsruher SC am vergangenen Samstag verletzt. Immerhin waren Thiago, David Alaba und Holger Badstuber im Einsatz, drei Spieler mit üppiger Krankenakte.

          Aber wer Arjen Robben, Arturo Vidal und Javi Martinez auf der Bank sitzen hat, kann ja auch nicht wirklich von Personalproblemen sprechen. Etwas ungewiss war die aktuelle Bayern-Stärke trotzdem. „In Karlsruhe waren wir nicht bereit, da haben wir jeden Zweikampf verloren“, hatte Nationalspieler Boateng gesagt, „gegen den HSV müssen wir ganz anders da sein“. Kurz nach dem Hamburger Ausgleich verletzte sich auch Boateng an der linken Leiste.

          Minus drei Grad, tiefes Geläuf, ausverkauftes Stadion, das waren die Rahmendaten des Bundesliga-Rückrundenstarts. Bayern mit einer Dreierkette und Lahm und Alonso davor zog das bekannte Ballbesitzspiel auf, gab durch Ungenauigkeiten aber Möglichkeiten zum Konter. So hatte Aaron Hunt in der 13. Minute die erste gute Szene mit seinem zu weichen Weitschuss.

          Acht Minuten später flog Dennis Diekmeiers Schuss knapp am langen Eck vorbei. Bei den Bayern machten zunächst nur die beiden Spaß, die Rib&Rob in Vergessenheit geraten lassen. Kingsley Coman und Douglas Costa stellten ihre Gegenspieler Dennis Diekmeier und Matthias Ostrzolek einige Male vor unlösbare Aufgaben. Dann halfen den HSV-Profis nur Fouls wie von Kacar in der 33. Minute oder zuvor von Ostrzolek – beide sahen früh die Gelbe Karte.

          Die handelte sich auch René Adler ein, als er in der 37. Minute den ihm entgegeneilenden Thomas Müller am Sechzehnmeterraum von den Beinen holte. Zwar hatte Müller vorher geschossen und den Ball über das Tor gehoben, doch Adlers Einsatz rechtfertigte Schiedsrichter Felix Zwayers Elfmeterpfiff – und eigentlich auch einen Platzverweis. Weil der Stammschütze Müller gefoult worden war, trat Lewandowski an und brachte die Bayern mit seinem 16. Saisontreffer 1:0 in Führung. Kurz danach hatte der HSV Glück, dass Zwayer das strafstoßwürdige Foul Clébers an Müller übersah.

          Doch die Bayern-Führung hielt nicht lange. Einen langen Ball Hunts lenkte Alonso mit der Schuhspitze ins eigene Tor (53. Minute). Der HSV war nun kurze Zeit besser und bestimmte das Spiel. Doch in der 62. Minute war Lewandowski nach Müllers Schuss zur Stelle und traf zum 2:1. Sein 17. Tor im 17. Spiel – und am Ende auch dasjenige, das diese Partie entschied, obwohl der HSV noch einmal anrannte. „So ein Dusel-Tor“, schimpfte HSV-Coach Labbadia.

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