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Spätes 1:1 gegen Leipzig : Tuta rettet Eintracht in letzter Sekunde

„Ich bin sehr erfreut, wie es für mich gelaufen ist“: Frankfurts Tuta erzielt in der Nachspielzeit sein erstes Tor für die Eintracht Bild: dpa

In der vierten Minute der Nachspielzeit gelingt der Frankfurter Eintracht doch noch der Ausgleich. Zuvor hatte es RB Leipzig versäumt, seine klaren Torchancen zu nutzen.

          4 Min.

          Am Ende hielt es Kevin Trapp nicht mehr in seinem Tor. Der Keeper der Eintracht sprintete ein zweites Mal in der vierminütigen Nachspielzeit in Richtung Leipziger Strafraum – und fand sich kurze Zeit später in einer einzigen großen jubelnden Traube wieder. Verteidiger Tuta hatte es tatsächlich geschafft, den Ball mit dem Kopf zu vollenden. Statt 0:1 hieß es nach dieser Last-Minute-Aktion in der 94. Minute 1:1.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Der große Favorit RB Leipzig, der sich nach dem Führungstor durch Yussuf Poulsen (35.) schon als knapper Sieger wähnte, wurde spät von der Eintracht und ihrem jungen Brasilianer getroffen.

          Bundesliga

          „Ich fühle mich richtig gut“, sagte nach dem Schlusspfiff  Eintracht-Torhüter Trapp. „Heute war ein sehr schwieriges Spiel. Wir haben versucht, alles rauszuhauen. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt.“ Dass die Eintracht aber „die bessere Mannschaft“ gewesen sein soll, wie es Trapp behauptete, war eine Fehleinschätzung.

          Den spielstarken Leipzigern boten sich im Laufe der Abendpartie in der mit lediglich 31.000 Zuschauern besetzten Frankfurter Arena reichlich Gelegenheiten, das lange Zeit bestehende 1:0 zu erhöhen. So sah es nach dem Spiel auch Jesse Marsch, der Leipziger Trainer: „Wir hatten das Spiel im Griff und mussten das zweite Tor machen.“ Am Ende aber hieß es 1:1 – die besondere Frankfurter Serie von Heimspielen gegen die Sachsen hat also weiter Bestand. Auch der siebte Vergleich ging nicht verloren. „Wir haben Leipzig unter Druck gesetzt und vor Probleme gestellt“, sagte Trapp in seiner Analyse und fügte an: „Wir haben viel Charakter gezeigt, wir wollten die Zuschauer mitnehmen, wir wollten den Punch von den Rängen.“

          Dass Eintracht-Trainer Oliver Glasner wechseln musste, war klar. Schließlich stand der in Bochum verletzt ausgeschiedene Gonzalo Paciencia nicht zur Verfügung. Auch der gleichfalls angeschlagene Kristijan Jakic war nicht spielfähig. Dafür aber Erik Durm, Evan Ndicka und Ajdin Hrustic, die der Eintracht-Coach für die Startelf nominierte.

          Erinnerung an Bernd Nickel

          Bevor es losging in der nur spärlich besuchten Arena – erstmals war vom Gesundheitsamt eine Vollauslastung von 51.500 Zuschauern zugelassen -, wurde einem der ganz Großen der Eintracht gedacht: Bernd Nickel. In Erinnerung an den großartigen Mittelfeldstrategen mit dem strammen Schuss, der am Mittwoch nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren gestorben war, spielten beide Mannschaften in Trauerflor. Auf dem Videowürfel wurden noch einmal einige Höhepunkte aus Nickels unvergleichlicher Karriere gezeigt – so das Siegtor zum 1:0 bei den Offenbacher Kickers und alle vier Tore, die „Dr. Hammer“ von allen vier Eckpunkten des Waldstadions aus erzielte. Eine Leistung für die Ewigkeit.

          In der sogenannten Topbegegnung des zehnten Bundesliga-Spieltags taten sich beide Mannschaften zunächst schwer, in ihren Spielfluss zu kommen. Immerhin: In der zehnten Minute war es mit Poulsen der Däne der Leipziger, dem sich die Chance zur Führung bot. Als unsicherer Kantonist in der Eintracht-Defensive zeigte sich in der Anfangsphase Tuta, dem gleich mehrere leichte Fehler unterliefen. Einer hätte zu einem Gegentor führen können (17.). Spannend aus Eintracht-Sicht wurde es im direkten Gegenzug. Filip Kostic, auffälligster Frankfurter Offensivspieler, sah, dass RB-Torhüter Peter Gulacsi relativ weit vor seinem Tor stand. Der Serbe versuchte es mit einem präzisen getimten Schuss aus halblinker Position, hatte aber Pech: Der Ball landete am rechten Lattenkreuz. Zwei Minuten später war es abermals Poulsen, der Gefahr in der Eintracht-Defensive verursachte – ausgelöst durch einen weiteren Schnitzer von Tuta.

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