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Fußball-Bundesliga : Eintracht holt Ben-Hatira und Regäsel

Bewährungschance: Änis Ben-Hatira muss schnell zeigen, was er kann. Bild: dpa

Die Frankfurter schlagen kurz vor Ende der Wechselfrist nochmal auf dem Transfermarkt zu. Gleich zwei Spieler kommen von Hertha BSC Berlin nach Frankfurt.

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          Kurz vor Abschluss der Wechselfrist hat auch die Eintracht noch zweimal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Fündig geworden ist Sportdirektor Bruno Hübner, der auf der Suche nach neuen Leuten war, um die in der Hinrunde so oft wacklige Abwehr und das Mittelfeld weiter zu stabilisieren, bei Hertha BSC Berlin. Für den Klub aus der Hauptstadt spielten zuletzt Änis Ben-Hatira und Yanni Regäsel, die künftig das Frankfurter Trikot überstreifen werden.

          Ben-Hatira ist das bekanntere Gesicht der beiden Zugänge. Der 27 Jahre alte Deutsch-Tunesier durchlief als Teenager sämtliche Nachwuchsmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes und gehörte 2009, an der Seite von Manuel Neuer, Mats Hummels und Mesut Özil zu jener U-21-Auswahl, die in Schweden den EM-Titel gewann.

          In seiner Karriere, die ihn auch schon zu Stippvisiten beim Hamburger SV und MSV Duisburg führte, lief es selten richtig rund, oft machte ihm sein verletzungsanfälliger Körper einen Strich durch die Rechnung. Zuletzt war es eine komplizierte Blessur am großen Zeh des rechten Fußes, die ihn nicht Tritt fassen ließ. In der ersten Saisonhälfte kam er auf keine Einsatzminute für die überraschend erfolgreiche Hertha.

          Trainer Pal Dardai machte ihm kürzlich klar, dass er nicht mehr mit ihm plane, zumal sein Vertrag in diesem Sommer ausgelaufen wäre, und die Berliner sich mit dem Münchner Sinan Kurt verstärkt hatten. Hatira erhält bei der Eintracht die Rückennummer 17. Bruno Hübner begründete sein Engagement folgendermaßen: „Er ist erfahren und variabel einsetzbar. Mit ihm haben wir eine weitere, gute Alternative für unser Offensivspiel.“ Die Zusammenarbeit mit ihm ist zunächst bis zum 30. Juni befristet.

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          Yanni Regäsel, der Mitte Januar 20 Jahre alt wurde, kann dagegen als Rechtsverteidiger aufgeboten werden – einen Posten, auf dem Eintracht-Trainer Armin Veh immer wieder experimentierte, da die Leistungen von Aleksandar Ignjovski, Timothy Chandler und Makoto Hasebe stark schwankten; die Absicht, Sebastian Jung aus Wolfsburg zurückzuholen, stellte sich als nicht finanzierbar dar. Bei der Hertha besaß Regäsel, der erst sechs Bundesligaspiele vorweisen kann, noch keinen Profi-Vertrag.

          Die Offerte, in der Winterpause einen Kontrakt bis 2018 zu unterschreiben, lehnte der Youngster dankend ab. Stattdessen trennte er sich von seinem Berater und verkündete dem erstaunten Berliner Vereinsmanagement, dass er für seine Karriere woanders bessere Entwicklungsmöglichkeiten sieht. Seit Montag ist klar, dass er damit Frankfurt und die Eintracht meinte. Er unterschrieb bis zum 30. Juni 2019.

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