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2:1 gegen Augsburg : Dortmunder Zitterpartie mit Happy End

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Es geht auch ohne Erling Haaland, dauert nur etwas länger: Dortmunds Julian Brandt (Mitte) freut sich über seinen Treffer. Bild: AP

Es ist ein hartes Stück Arbeit, aber letztlich ein erfolgreiches: Borussia Dortmund setzt sich auch ohne Torjäger Haalnd in der Bundesliga gegen den FC Augsburg durch.

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          Wieder kein Spektakel, aber immerhin ein Sieg. Dank Julian Brandt hat Borussia Dortmund mit einem 2:1 (1:1)-Zittersieg über den FC Augsburg wieder Kontakt zur Tabellenspitze hergestellt. Anstelle des abermals schmerzlich vermissten Torjägers Erling Haaland schlüpfte der zuletzt häufig kritisierte Mittelfeldspieler in die Rolle des Matchwinners und ersparte seinem Team eine Woche nach dem 0:1 in Mönchengladbach einen weiteren Rückschlag.

          Nicht nur mit seinem Siegtreffer (51. Minute) bedankte er sich bei Trainer Marco Rose für den Rückhalt. „Er gibt mir viel Selbstvertrauen. Es ist ein sehr gutes Verhältnis“, kommentierte der 25-Jährige lächelnd. Mit dem Arbeitssieg über die unbequemen Augsburger, die nach dem Ausgleich durch Andi Zeqiri (35.) einer Überraschung nahe waren, kletterte der BVB immerhin für einen Tag auf Rang zwei. Dass die Borussia trotz des Chancenwuchers in der zweiten Halbzeit den Sieg über die Zeit rettete, wertete Brandt als Fortschritt: „In der vergangenen Saison hätten wir noch den Ausgleich bekommen, in dieser Saison bringen wir das über die Bühne.“

          Bundesliga

          Beim Kampf gegen den drohenden Ausgleich waren die 41.000 Zuschauer im Stadion, die nach den Lockerungen der Corona- Schutzverordnung wieder möglich waren, dem BVB eine gute Hilfe. „Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich konnte es kaum erwarten, wieder vor mehr Fans zu spielen“, schwärmte Innenverteidiger Manuell Akanji.  Selbst die frühe Führung durch den Elfmetertreffer von Raphael Guerreiro (10.) brachte dem Revierclub keine Sicherheit. „Die Augsburger haben uns heute alles abverlangt. Der Ausgleich hat uns ein bisschen die Beine weggezogen“, räumte Rose ein, sprach aber von einem guten Signal für die nun anstehende Länderspielpause: „In der Summe bin ich zufrieden. Jetzt können wir ein bisschen durchschnaufen.“

          Dagegen trauerte Gäste-Trainer Markus Weinzierl der vergebenen Chance auf eine Überraschung nach: „Schade für meine Mannschaft. Wir konnten uns für eine gute Leistung nicht belohnen. Aber diese Leistung gibt mir Mut für die nächsten Woche, dass wir die nötigen Punkte holen.“ Dass den Augsburgern in jedem der vergangenen 16 Bundesliga-Spiele gegen Dortmund ein Tor gelang, konnte den Coach nicht trösten.  

          Allerdings profitierten die Augsburger von der Abschlussschwäche der Dortmunder in der 2. Halbzeit. So trafen Kapitän Marco Reus (57.) und der eingewechselte Thorgan Hazard (66) nur Aluminium. Zudem ließ Reus in der 70. Minute eine weitere große Chance ungenutzt, als er aus kurzer Distanz über das Tor schoss. „Machen wir das kaltschnäuziger, haben wir am Ende ein entspanntes Spiel“, befand Brandt.

          Auch ohne sein Mitwirken blieb Haaland ein Gesprächsthema. Für die Hoffnungen des norwegischen Verbandes, den Torjäger trotz seiner hartnäckigen Oberschenkelblessur vielleicht doch noch in den Länderspielen gegen die Türkei und Montenegro einsetzen zu können, brachte Rose wenig Verständnis auf: „Er ist ein Mensch, keine Maschine. Wir müssen den Jungen gesund bekommen. Wir sollten den Druck rausnehmen und nicht ständig fragen, ob es vielleicht doch geht.“

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