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Bundesliga und Corona-Krise : Schluss mit lustig

Hat mit seinem Video alle Vorurteile gegen Fußball-Profis bestätigt: Salomon Kalou. Bild: dpa

Kalous Video zeigt die Fußball-Bundesliga, wie sie ist. Doch was in Zeiten vor Corona schulterzuckend hingenommen wurde, ruft nun nur noch negative Emotionen hervor.

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          Die Bundesliga muss gar nicht spielen, um Emotionen in Wallung zu bringen. Keine 48 Stunden bevor die Bundeskanzlerin an diesem Mittwoch mit den 16 Landesvertretern auch über ein Comeback der Bundesliga entscheidet, hat ein Video von Hertha-Profi Salomon Kalou für kollektives Kopfschütteln im Corona-Land gesorgt. In ein paar Minuten konnte man dort live alle Vorurteile gegenüber Fußballprofis bestätigt finden, die sich in den vergangenen Jahren so angesammelt haben: Ignorante und maßlos überbezahlte junge Männer leben in einer Parallelwelt nach ihren eigenen Regeln.

          Doch was in Zeiten vor Corona an Eskapaden meist nur schulterzuckend als unvermeidlicher Teil des Showgeschäfts von den meisten Fußballfans hingenommen wurde, hat angesichts der Gleichgültigkeit, mit der einzelne Profis und Klubangestellte die neuen Hygiene- und Arbeitsregeln ganz offensichtlich übergingen, nur noch negative Emotionen hervorgerufen – und den Ruf nach Konsequenzen. Kalou wurde umgehend suspendiert. Da gab es diesmal, anders als in der Vergangenheit, kein Pardon mehr.

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