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1:1 gegen Freiburg : Bremen ist jetzt Letzter

  • Aktualisiert am

Nur Unentschieden reichen nicht: Prödl und Bremen sind Letzter Bild: dpa

Bremen und Freiburg hatten noch kein Bundesliga-Spiel in dieser Saison gewonnen. Dabei bleibt es nach dem Duell beider Teams. Darida trifft für den Sport-Club per Elfmeter, di Santo gleicht aus.

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          Werder Bremen hat in de Fußball-Bundesliga den dringend benötigten Befreiungsschlag abermals verpasst. Die Norddeutschen kamen am Samstagnachmittag nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den SC Freiburg hinaus und müssen wie die Gäste weiter auf den ersten Saisonsieg warten.

          Nach zuvor drei Niederlagen in Folge rutschte der Traditionsklub trotz des Punktgewinns auf den letzten Platz ab durch den Sieg des bisherigen Schlusslichts Hamburger SV bei Borussia Dortmund. Der Druck auf Werder-Trainer Robin Dutt wird dadurch immer größer.

          Die Freiburger zeigten vor 40.029 Zuschauern eine engagierte Leistung, stecken durch das bereits fünfte Unentschieden aber ebenfalls im Tabellenkeller fest. Vladimir Darida (8. Minute, Foulelfmeter) brachte die Badener früh in Führung. Franco di Santo (31.) sorgte jedoch noch vor der Halbzeit für den Ausgleich.

          Darida bringt Freiburg per Elfmeter in Führung Bilderstrecke

          Zwischen zwei merklich verunsicherten Mannschaften entwickelte sich von Beginn an eine hitzige Partie. Bremen versuchte es abermals mutig und offensiv - und wieder offenbarten sich früh die enormen Probleme der schwächsten Defensive der Liga. Zahlreiche Aufbaufehler machten es dem Team von Christian Streich leicht, schnelle Gegenstöße einzuleiten.

          Von 2007 bis 2011 hatte Streich als Ko-Trainer unter Dutt bei den Breisgauern gearbeitet, eine innige Freundschaft erwuchs daraus aber anscheinend nicht. Nach 26 Minuten bat Schiedsrichter Knut Kircher die beiden Trainer zum Gespräch, nachdem sie sich zuvor ein hitziges Wortgefecht an der Linie geliefert hatten.

          Für Aufsehen auf dem Platz sorgte bis dato nur Streichs Mannschaft, die immer wieder von den unsicheren Bremern zu Kontern eingeladen wurde. Angetrieben von Darida und Admir Mehmedi, die beide in die Startelf zurückgekehrt waren, entfachten die Badener flotte Angriffe. Mehmedi hatte auf der linken Seite schon nach sechs Minuten eine gute Aktion, seine Flanke verpasste Maik Frantz in der Mitte aber knapp.

          Nur eine Minute später wurde es im Bremer Strafraum erneut brenzlig. Freiburgs Stürmer Maximilian Philipp kam nach einem leichten Kontakt mit Sebastian Prödl zu Fall, was Kircher für den Elfmeterpfiff genügte. Unbeeindruckt von den Protesten der Bremer verwandelte Darida (8.) den Strafstoß eiskalt zur verdienten Führung.

          Der bereits 16. Gegentreffer der Saison wirkte wie ein Weckruf für die Gastgeber. Zwar unterliefen Dutts Mannschaft weiterhin Fehler, doch die Hanseaten kamen in einem schwachen Spiel selbst zu ersten Chancen. Zunächst hatte Eljero Elia (24.) die Gelegenheit zum Ausgleich, seinen Lupfer lenkte der starke Roman Bürki jedoch mit einem Reflex über die Latte. Di Santo (31.) machte es wenige Minuten später besser und verwertete ein Zuspiel von Zlatko Junuzovic.

          Nach dem Seitenwechsel blieb das Duell intensiv, aber spielerisch dürftig. Freiburg hatte wiederum den besseren Start, ein Schuss von Jonathan Schmid (48.) landete aber nur am Pfosten. Werders di Santo (76.) hatte Pech, als sein Treffer wegen einer Abseitsstellung von Davie Selke nicht zählte. Auf die Bremer und Trainer Dutt warten nach dem verpassten Sieg schwere Zeiten. In zwei Wochen treten sie bei Rekordmeister Bayern München an.

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