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2:1 gegen Mainz : Dortmund siegt dank Aubameyang

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Nur fliegen ist schöner: Dortmunds Torschütze Aubameyang. Bild: dpa

Anders als die Bayern müssen die Dortmunder zum Saisonstart trotz der Hitze mehr zittern: Gegen Mainz reicht es am Ende aber zu einem 2:1-Sieg – weil der BVB-Torjäger schon in Form ist.

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          Vieles ist zwar neu bei Borussia Dortmund nach diesem aufregenden Transfersommer mit acht Zugängen. Den erfolgreichen Start in die neue Saison der Fußball-Bundesliga verdankten die Westfalen aber einem Alteingesessenen, der schon seit Jahren zu den herausragenden Figuren der Mannschaft gehört: Pierre-Emerick Aubameyang. Beim 2:1 über den FSV Mainz 05 erzielte der Stürmerstar beide Tore (17./89. Minute) für den BVB.

          Neben Aubameyang hatte aber auch ein neuer Spieler beträchtlichen Anteil am knappen, aber verdienten Sieg des BVB. André Schürrle war an beiden Treffern beteiligt und zeigte auch sonst, dass er im Angriff eine Bereicherung werden kann. Für die Mainzer kam der Treffer von Yoshinori Muto (90.) zu spät. Es bleibt es dabei: Die Rheinhessen können in Dortmund nicht gewinnen. Auch ihr elfter Anlauf im größten deutschen Fußballstadion war vergebens. Der Dortmunder Sieg täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es noch einiges an Feinarbeit erfordert, um mehr Sicherheit zu bekommen und solche Spiele souveräner zu gewinnen.

          BVB-Trainer Thomas Tuchel vertraute denselben zehn Feldspielern, die auch in der ersten Pokalrunde bei Eintracht Trier die Startelf gebildet hatten, darunter vier Neuzugänge: Marc Bartra nahm die Position im Abwehrzentrum ein, die nach dem Weggang von Mats Hummels frei geworden war. Im defensiven Mittelfeld erhielt Sebastian Rode den Vorzug vor Nationalspieler Julian Weigl. Vorne besetzten Ousmane Dembélé und André Schürrle die Flügel. Dagegen gehörte Mario Götze, der Heimkehrer aus München, abermals nicht zum Aufgebot des BVB.

          Der Mittelfeldspieler, der zuletzt angeschlagen war, hatte zwar am Abschlusstraining teilgenommen, ist aber offenbar noch nicht fit genug für den Wettkampf. „Mario hat ohne Einschränkung trainiert, aber es reicht noch nicht fürs Spiel“, sagte Tuchel. „Er braucht Vertrauen und absolute körperliche Fitness. Die hat er natürlich nicht, weil er sehr wenig gespielt hat in der letzten Zeit. Wir brauchen Geduld für seinen Aufbau.“ Die zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, die Götze anstrebt, übernahm Shinji Kagawa, einer der Gewinner der Vorbereitungsphase, ohne allerdings sonderlich zu glänzen.

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          Die Dortmunder Fans mussten sich nur wenig mehr als eine Viertelstunde gedulden, bis ihre Lieblingsmannschaft zum ersten Mal in dieser Saison in Führung ging. Aubameyang verwertete eine Flanke von Schürrle mit dem Kopf. Unmittelbar davor hatte der Gabuner noch über das Ziel hinausgeschossen, nachdem Schürrle mit dem Kopf eine Flanke von Dembélé abgelegt hatte.

          Die Dortmunder gefielen zwar durch eine hohe Passquote und hatten viel mehr Ballbesitz als der Gegner. Ihrem dominanten Auftreten fehlte es bei schwül-heißem Hochsommerwetter aber an Wucht und auch an Finesse. Zur Pause hätte es auch unentschieden stehen können. Sebastian Fei, Christian Clemens und Karim Onisiwo verbreiteten durchaus Torgefahr bei den Gegenstößen der Mainzer, die sich nicht einschüchtern ließen und der individuellen Klasse des Gegners viel Laufarbeit entgegensetzten.

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          Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts. Die Dortmunder spielten bemüht nach vorn, ließen es aber an Überraschungsmomenten mangeln. Dass Schürrle und Dembélé gelegentlich die Seiten tauschten, genügte nicht, um die Mainzer durcheinander zu bringen und zu Fehlern zu zwingen. So war dann doch Geduld gefragt bei den Westfalen, denen es bei aller Überlegenheit kaum mehr gelang, zwingende Chancen herauszuarbeiten.

          Die Rheinhessen blieben ein unbequemer Gegner, der offensiv allerdings wenig zustande brachte. Als es schon den Anschein hatte, als würde nicht mehr viel passieren, fielen doch noch zwei Tore, die an der Tendenz aber nichts mehr änderten. Nach Onisiwos Foul an Schürrle erhöhte Aubameyang per Elfmeter auf 2:0, ehe Muto in der zweiten Minute der Nachspielzeit eine bedeutungslose Ergebniskorrektur gelang.

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