https://www.faz.net/-gtm-7v8jf

Fußball-Bundesliga : Bahn streicht alle Sonderzüge

  • Aktualisiert am

Hertha BSC spielt am Samstag in Gelsenkirchen. Immerhin: Der Sonderzug aus der Hauptstadt soll fahren. Bild: dpa

Wie kommen die Fans an diesem Wochenende ins Stadion? Sonderzüge werden aufgrund des Streiks der Lokomotivführer nicht fahren. „Die An- und Abreise der Fans zu den Stadien kann durch die DB nicht sichergestellt werden.“

          2 Min.

          Fußball-Fans müssen an diesem Wochenende wegen des angekündigten Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit erheblichen Problemen auf der Anreise zu den Bundesliga-Partien rechnen. Wie die Deutsche Bahn am Freitag der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, sind alle Fußball-Sonderzüge gestrichen worden. In einer Mitteilung der Bahn hieß es dazu: „Die An- und Abreise der Fans zu den Stadien kann durch die DB nicht sichergestellt werden.“

          Die Vereine haben über ihre Fan-Abteilungen Empfehlungen und Informationen zu alternativen Anreisemöglichkeiten gegeben. Borussia Dortmund etwa bietet auf seiner Homepage ein Forum für Mitfahrgelegenheiten zum Auswärtsspiel am Samstag beim 1. FC Köln an. Darin können Anhänger des BVB wie bei einer herkömmlichen Mitfahrer-Börse freie Plätze in ihrem PKW für die Fahrt nach Köln anbieten.

          „Das wird eine Tortur, zwölf Stunden hin und zurück“

          Der Dachverband der Bremer Fanclubs hat für die Fans, die von Bremen nach München reisen wollen, noch Plätze in den von ihm organisierten Bussen. „Aber das wird eine Tortur, zwölf Stunden hin und zurück. Ich finde diese Streiks nicht mehr gerechtfertigt, weil ja nicht nur Fans, sondern wegen der Ferien auch viele andere betroffen sein werden“, sagte der Vorsitzende Thomas Vorberger. In sieben Bundesländern beginnen am Wochenende die Herbstferien.

          Die Fan-Abteilungen von Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen raten ihren Anhängern, per Bus oder PKW zu den Begegnungen in Hannover und Stuttgart zu reisen. Leverkusen schlägt seinen Fans vor, Fahrgemeinschaften zum Spiel beim VfB zu bilden. In Mönchengladbach sollte eigentlich ein Entlastungszug für die Reise nach Hannover eingesetzt werden, für den das „Schönes-Wochenende-Ticket“ gilt. Allerdings gilt es nun als sehr unsicher, ob dieser Zug überhaupt fährt.

          Die Fans des VfL Wolfsburg müssen auf die geplante ICE-Fahrt zum Auswärtsspiel beim SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr) verzichten. Der Verein musste die geplante Gruppenreise für seine Anhänger absagen und rät seinen Anhängern, Fahrgemeinschaften zu organisieren. Reisebusse seien aufgrund der Kurzfristigkeit nicht mehr zu buchen gewesen, teilte der Klub auf seiner Internetseite mit.

          Streik von Samstagmorgen 2.00 Uhr an

          Wegen des angekündigten Streiks fallen am Sonntag auch die Shuttle-Busse von den S-Bahn-Stationen zu den Heimspielen des Hamburger SV und des Eishockey-Klubs Hamburg Freezers aus. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurde ein Ersatzfahrplan in den Volkspark eingerichtet. Ein Shuttleverkehr mit Bussen wird nur zwischen der U-Bahnstadion Hagenbecks Tierpark und den Arenen angeboten.

          Die GDL will den Zugverkehr in Deutschland am Wochenende komplett lahmlegen. Im Fern-, Regional- sowie S-Bahnverkehr sollen die Züge ab 2.00 Uhr am frühen Samstagmorgen stehen.

          Weitere Themen

          Regierungsbildung in Israel wieder gescheitert Video-Seite öffnen

          Politische Blockade : Regierungsbildung in Israel wieder gescheitert

          Nun tritt eine neue, 21-tägige Frist in Kraft, während der jeder der 120 Abgeordneten als neuer Regierungschef vorgeschlagen werden kann. Sollte auch dies nicht zum Erfolg führen, finden nach 90 Tagen automatisch Neuwahlen statt. Es wären die dritten innerhalb eines Jahres.

          Topmeldungen

          Baden-Württembergs Maschinenbauer erhalten immer weniger Aufträge.

          F.A.Z. exklusiv : Ein Hilferuf aus Baden-Württemberg

          Das Land der Autos und des Maschinenbaus steckt in der Krise. In seltener Einmütigkeit fordern Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften Hilfe vom Bund – in einem deutlichen Brief an Hubertus Heil.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.