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Fußball-Bundesliga, 11. Spieltag : Dortmund nicht zu bremsen - Bremen nicht zu fassen

Die neuen Schwaben: der VfB Stuttgart überfährt Werder Bremen mit 6:0 Bild: dapd

Borussia Dortmund ist von Hannover nicht zu bremsen. Werder Bremen geht in Stuttgart unter. Der Mainzer Sturm und Drang endet in Freiburg. Und die Bayern verlieren beinahe in Gladbach. Der 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

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          Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten und die Bundesliga-Saison ist ein Langstreckenlauf. Deshalb hüte man sich, schon vor dem Abpfiff des Schiedsrichters oder nach wenigen Spiel-Runden ein voreiliges Fazit zu ziehen. Doch wer soll Borussia Dortmund noch stoppen? Am Sonntag leistete sich der Tabellenführer sogar einen verschossenen Strafstoß und gewann dennoch unangefochten mit 4:0 bei Hannover 96.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          Die Mainzer Himmelsstürmer sind in ihrem Vorwärts- und Aufwärtsschwung dagegen etwas von der Spur abgekommen. Ein einziges Tor aus vier Bundesliga-Spielen, dazu das Aus im Pokal, lassen die Rheinhessen so langsam wieder den Boden der Tatsachen erkennen. Beim SC Freiburg unterlagen die Mainzer mit 0:1. Vorbei der Glanz des Startrekords der ersten sieben Spieltage - die Konkurrenz holt langsam auf.

          Die vermeintlichen Schönspieler von Bayer Leverkusen zeigten am Sonntag, dass sie auch über den Kampf ins Spiel kommen können. Gegen Kaiserslautern gewann der Ligadritte nach frühem Rückstand noch mit 3:1 und hat nun die Verfolgung auf Mainz aufgenommen.

          Spaß am Spiel: Dortmunds Subotic und Kagawa (l.) haben beim 4:0 in Hannover Freude an der Arbeit
          Spaß am Spiel: Dortmunds Subotic und Kagawa (l.) haben beim 4:0 in Hannover Freude an der Arbeit :

          Wenn Stuttgart gewinnt, dann richtig

          Der VfB Stuttgart gewinnt ja nicht oft in der Fußball-Bundesliga. Aber wenn, dann richtig. Dem 7:0 von Mitte September gegen Mönchengladbach - das dann bis zum 2:0 gegen St. Pauli überhaupt der einzige Dreier war - ließen die Schwaben diesmal ein 6:0 gegen Bremen folgen. Dass Werder immer mal für ein Spektakel gut ist, hat sich rum gesprochen - doch auf ein Festival dieser Art hätten die Norddeutschen sicher gerne verzichten können.

          Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe hatte vor der Saison 50 Punkte als Ziel ausgegeben. Diese Zahl fiel ihm in den ersten Wochen häufig auf die Füße, als seine Mannschaft aus den ersten fünf Spielen nur drei Pünktchen gesammelt hatte. Doch kaum verkannt, schon ist der Frust gebannt: zuletzt geht es stramm nach oben für die Frankfurter. Fünf Siege und ein Unentschieden stehen seit Ende September auf den Fleißkärtchen, beim 3:1 gegen den VfL Wolfsburg zeigte sich einmal mehr Gekas als Torgarant: der Grieche erzielte seine Tore Nummer 10 und 11 - die Hessen sind den Rheinhessen auf den Fersen.

          Gladbach und Bayern bieten ein überraschendes Spektakel

          Das Team von Borussia Mönchengladbach war nach seinem einzigen Saisonsieg schon als „neue Fohlen-Elf“ ausgerufen worden: das 6:3 einst in Leverkusen ist aber längst verblasst unter der Last der vielen Niederlagen. Die Bayern 2010 waren dagegen längst abgeschrieben? Und haben dann sieben Punkte aus drei Spielen geholt und eine makellose Bilanz in der Champions League vorzuweisen.

          Gegen den alten Rivalen aus dem Rheinland schien nur die Höhe des Bayern-Sieges in Frage - doch wieder einmal kam es anders: Erst führt Gladbach, dann sind die Bayern klar überlegen, schießen aber nur zwei Tore; die Heimmannschaft dreht das Spiel, schließlich gleicht Lahm aus: 3:3 in einem spektakulären Spiel - für beide Mannschaften aber letztlich kein Erfolg, denn Gladbach bleibt Letzter und die Bayern treten auf der Stelle.

          Nur auf den 1. FC Köln ist immer Verlass

          Der FC St. Pauli die neue Macht in Hamburg? Null Punkte bei 1:8 Toren aus zuletzt drei Spielen lassen etwas anderes vermuten. Das 0:3 auf Schalke am Freitag Abend machte zumindest den Königsblauen Mut - vielleicht sind ja die Abgesänge auf den Magath-Klub auch verfrüht?

          Die aktuelle Mittelmäßigkeit des Hamburger SV spricht im lokalen Sympathie-Wettbewerb noch für den Stadtteilklub von der Reeperbahn. Doch an diesem Samstag zeigt sich der HSV zumindest in der zweiten Halbzeit von seiner besseren Seite: 2:1 gegen Hoffenheim - die Formkurve zeigt wieder nach oben, und der HSV steht standesgemäß mal wieder deutlich vor St. Pauli. So richtig Verlass ist derzeit in der Bundesliga aber eigentlich nur auf den 1. FC Köln: der spielt auswärts immer schlecht und verliert deshalb auch beim 1. FC Nürnberg verdient mit 1:3.

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