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2:1 in Mönchengladbach : Kölner Knaller in der letzten Minute

  • -Aktualisiert am

So sehen Derby-Sieger aus: die Kölner Torschützen Risse (links) und Modeste Bild: Jonas Güdpa

Auch im Derby beendet Gladbach die Krise in der Bundesliga nicht. Nach einer Führung verliert die Borussia noch. Als alles schon nach einem Remis aussieht, hat ein Kölner seinen großen Auftritt.

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          Eine Serie hielt, eine andere riss. Zwar schoss der Tabellendreizehnte Borussia Mönchengladbach nach zuletzt fünf sieglosen Bundesligaspielen mal wieder ein Tor, doch der Treffer von Stindl (32. Minute) reichte im 102. Derby rheinischen Derby nicht aus, um den 1. FC Köln im eigenen Stadion zu bezwingen. Modeste, der FC-Torjäger vom Dienst, glich zunächst aus zum 1:1 (59.), und Risse vollendete den Umkehrschwung schließlich mit einem Freistoßvolltreffer zum 2:1-Erfolg für die Mannschaft, die mit Glück gewann. Der FC rückte damit fürs Erste auf Rang drei der Tabelle vor.

          Die Gladbacher waren froh, nach Wochen mit vielen verletzten Spielern nun wieder halbwegs aus dem Vollen schöpfen zu können, die Kölner vertrauten mit einer Ausnahme auf ihre seit langem eingespielte Mannschaft. Aller Augen richteten sich dabei aber auf den für Stammtorwart Timo Horn, der am Meniskus operiert wurde, zwischen die Pfosten gerückten Thomas Kessler: einen erfahrenen Keeper ohne allzu viel Spielpraxis.

          Die bekam er am Samstag reichlich – und machte dabei seine Sache sehr gut, etwa bei Hazards wuchtigem Schuss nach fünf Minuten. Die Aktion setzte das Zeichen für eine dominante erste Hälfte der Borussia, in der die Kölner zu ungenau, zu unentschlossen und zu passiv wirkten. Der Gladbacher Kapitän Lars Stindl beendete die seit fünf Bundesligaspielen andauernde Nulltorephase der Borussia konsequenterweise, als er in der 32. Minute Traorés Flachpass kurzentschlossen zum Führungstreffer nutzte.

          Pleite im Derby: Gladbachs Hazard kann es nicht fassen. Bilderstrecke
          Pleite im Derby: Gladbachs Hazard kann es nicht fassen. :

          Der Tabellensechste spielte erst nach der Halbzeit mit, als Rudnevs die Kölner Abteilung Attacke verstärkte und Modeste endlich zeigen konnte, was er jederzeit drauf hat. Eine hohe und weite Diagonalflanke von Heintz veredelte der neben dem Dortmunder Aubameyang treffsicherste Stürmer der Liga per Kopfball zum 1:1 (59.), nachdem ihm der Gladbacher Innenverteidiger Vestergaard bei seiner misslungenen Abwehr den Ball ebenfalls per Kopf vorgelegt hatte. Besser noch für die Kölner: Als sich alle Akteure schon mit einem Remis abgefunden zu haben schienen, traf Risse die Gladbacher mit einem raffiniert angeschnittenen Freistoß aus dreißig Metern ins Herz (90.+1).

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