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Fußball-Weltmeister von 2014 : Boateng guckt lieber nach vorne

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Nach Manchester und München nun eine Metropole? Boateng hat sich mit seinem Vertragsende bei den Bayern abgefunden. Bild: dpa

Mit seiner Rückkehr in die Nationalelf rechnet Boateng nicht mehr. Und auch mit seinem Vertragsende bei den Bayern hat sich der 32-Jährige abgefunden. Er blickt lieber neuen Aufgaben entgegen.

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          Jérôme Boateng hat augenscheinlich wenig Hoffnung auf ein Comeback in der Fußball-Nationalmannschaft unter Joachim Löw. Nach dem 0:6-Debakel gegen Spanien forderten einige Experten, dass der Bundestrainer ihn, Thomas Müller und auch Mats Hummels zurück in die Auswahl holen müsse - Löw aber wiegelte umgehend ab. „Das wurde im vergangenen Jahr bereits klar kommuniziert. Der DFB hat sich für diesen Weg entschieden, das muss man respektieren - und das tue ich“, sagte der Weltmeister von 2014 in einem Interview von Spox und Goal vom Donnerstag.

          Der 32-Jährige ergänzte, dass er nicht um jeden Preis zurück in die Nationalmannschaft wolle. „Meinen Standpunkt dazu habe ich mehrfach geäußert, und auch die Verantwortlichen des DFB haben das getan. Grundsätzlich schließe ich es nicht aus, es käme aber auch darauf an, wie ich mich in dem Moment fühle“, erzählte er.

          Der Abwehrspieler hatte sich in der vergangenen Saison unter Trainer Hansi Flick wieder zum Leistungsträger bei Bayern München entwickelt und auch in dieser Spielzeit bislang überzeugt. Dennoch scheinen die Münchner ihm nach einem „Bild“-Bericht keine Vertragsverlängerung mehr über 2021 hinaus anzubieten. Doch auch damit wolle er sich nun nicht mehr befassen.

          Mittlerweile hat sich Boateng damit abgefunden, dass sein zum Saisonende auslaufender Vertrag beim Bundesliga-Tabellenführer nicht verlängert wird. „Ich war überrascht und hätte mir gewünscht, dass man sich vorher zusammensetzt. Jetzt beschäftige ich mich damit aber nicht mehr“, sagte er.

          Schon immer habe er erklärt. „dass ich gerne noch einmal etwas anderes kennenlernen und eine neue Herausforderung annehmen möchte“. Boateng liebäugelt offenbar mit einem Wechsel in eine Metropole. Er sei „ein Mensch, der es liebt, neue Städte, neue Kulturen und neue Menschen kennenzulernen. Ich bin auch eigentlich nicht der Typ, der gerne lange an einem Ort bleibt. Dementsprechend sind Paris, London, aber auch Städte außerhalb Europas interessant für mich“, sagte der 32-Jährige.

          Der gebürtige Berliner war 2011 von Manchester City nach München gewechselt. Die zehn Jahre beim deutschen Rekordmeister werde er stets in guter Erinnerung behalten. Boateng: „Wenn der Tag kommt, an dem die Wege sich trennen, werde ich stolz auf die Jahre und viele Erfolge mit diesem Verein zurückblicken. Nicht viele Fußballer dürfen so etwas erleben.“

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