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Freud und Leid der Altstars : Uwe Seeler leidet, Berti Vogts lobt

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Uwe Seeler: „So eine Vorstellung ist unverständlich und nicht zu tolerieren“ Bild: dpa

HSV-Idol Uwe Seeler reagiert tief getroffen über den abermals verpassten Aufstieg: „Truppe hat uns bis auf die Knochen blamiert“. Dagegen zeigt sich Berti Vogts beeindruckt von „seiner“ Borussia.

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          Uwe Seeler hat tief enttäuscht auf den abermals verpassten Aufstieg des Hamburger SV in die Fußball-Bundesliga reagiert. „Die Truppe hat uns bis auf die Knochen blamiert. So eine Vorstellung ist unverständlich und nicht zu tolerieren“, sagte der 83-Jährige der „Bild“-Zeitung in Bezug auf die 1:5-Niederlage gegen den SV Sandhausen am letzten Spieltag der zweiten Liga. „Ich frage mich, wie wir da aus der S... wieder rauskommen wollen. Es wird doch jedes Jahr schwieriger, die Klasse nach oben zu verlassen.“ Der HSV geht in der kommenden Saison ins dritte Zweitliga-Jahr nacheinander.

          HSV-Legende Seeler erholt sich derzeit von einem Sturz am 21. Mai in seinem Haus in Norderstedt. Er hatte dabei einen Schenkelhalsbruch erlitten und war am darauffolgenden Tag in Hamburg operiert worden. Dabei war dem einstigen Torjäger ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt worden. Er lerne gerade „wieder laufen“, sagte Seeler nun der „Bild“. Er kündigte trotz aller Enttäuschung an: „Ich werde trotz alledem meinem Verein die Treue halten. Einmal HSVer, immer HSVer.“

          Vogts traut seiner Borussia viel zu

          Unterdessen hat der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts die Arbeit von Marco Rose gewürdigt und traut seinem langjährigen Club Borussia Mönchengladbach nach erreichter Qualifikation für die Champions League noch viel zu. „Ich glaube, Borussia ist erst bei 80 Prozent. Da geht noch mehr“, sagte der Mönchengladbacher Fußball-Rekordspieler der „Rheinischen Post“.

          Berti Vogts: „Ich glaube, Borussia ist erst bei 80 Prozent. Da geht noch mehr“.

          „Es würde mir gefallen, wenn die Borussen jetzt in die Offensive gehen und sagen: Wir greifen weiter an. Wichtig wäre, den sehr guten Kader gezielt mit Topspielern zu verstärken, um dann zu sagen: Wir schauen mal, wie weit nach oben es noch geht“, sagte Vogts weiter.

          Viel Lob äußert der 73-Jährige für Trainer Rose. „Die Art und Weise, wie Borussia spielt, zeigt den anderen Clubs: Hey, wir sind wieder da! Die Konkurrenz fährt wieder mit größtem Respekt zum Niederrhein. Es gefällt mir, wie er mit der Mannschaft umgeht. Er sieht offenbar genau, welche Spieler sich im Training anbieten. Das erinnert mich an unseren Meistertrainer Hennes Weisweiler“, erläuterte Vogts.

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