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Mainz vor Duell mit BVB : Svenssons zwei Szenarien

  • -Aktualisiert am

Emotionaler Typ: Mainz’ Coach Bo Svensson Bild: dpa

BVB mit Haaland oder ohne? Das ist die entscheidende Frage für Mainz’ Coach Bo Svensson vorm Duell mit dem Bundesliga-Dino. Seine Herangehensweise hängt aber auch vom eigenen Personal ab.

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          Personell haben sie auf dem Wolfgang-Frank-Campus am Bruchweg in dieser Woche eine wichtige Weiche für die kommenden Jahre gestellt. Und nach der unbefristeten Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Christian Heidel will der FSV Mainz 05 am achten Bundesligaspieltag sportlich nachlegen. Auch wenn es sich um eine „große Aufgabe, eine große Herausforderung“ handelt, wie Trainer Bo Svensson betont: Von rund 1300 Fans begleitet, treten die Rheinhessen am Samstagnachmittag bei Borussia Dortmund (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) an.

          Zu den Herausforderungen in der Vorbereitung auf die Partie beim Tabellendritten gehört, dass Svensson seine Mannschaft auf zwei Szenarien einstellen muss: einen BVB mit und einen ohne Erling Haaland. „Er gehört vielleicht zu den fünf besten Stürmern der Welt“, sagt der Mainzer Trainer. Ob der in den vergangenen Wochen verletzt ausgefallene Norweger dabei sei oder nicht, verändere das Dortmunder Spiel sehr stark.

          Bundesliga

          Mindestens zwei Veränderungen wird es in der Mainzer Anfangsformation geben: Dominik Kohr ist gelb-rot-gesperrt, für ihn könnten Niklas Tauer oder Anton Stach in die Mannschaft rücken. „Dome ist der führende zentrale Spieler“, sagt Svensson über seinen von Eintracht Frankfurt ausgeliehenen Sechser, „aber manchmal fallen Spieler aus, deshalb haben wir auch andere im Kader, die dann ihre Chance kriegen.“

          Der schnellste Profi der Liga fällt aus

          Härter trifft die Mainzer, dass Innenverteidiger Jeremiah St. Juste fehlen wird, weil der vor zwei Wochen beim 1:2 gegen Union Berlin früh ausgeschiedene Niederländer an der zum wiederholten Mal verletzten Schulter operiert werden muss. Die Hoffnung, wie zu Jahresbeginn mit konservativer Behandlung zum Erfolg zu kommen, was St. Juste lediglich zwei Spiele kostete, hat sich nicht erfüllt. Wann und wo der 24-Jährige unters Messer komme, sei noch unklar, ebenso die Frage, wie lange er ausfällt. Womöglich wird Svensson den nach Messungen schnellsten Spieler der Liga bis Jahresende ersetzen müssen.

          „Wir können nicht verheimlichen, dass uns das nicht nur wegen seiner fußballerischen Qualitäten wehtut, sondern auch, weil er eine Führungspersönlichkeit ist und großen Ehrgeiz hat“, sagt Svensson. „Das Gesamtpaket wird uns fehlen.“ Hingegen dürfte Kapitän Moussa Niakhaté nach einem Kurzeinsatz gegen Union und zwei weiteren Trainingswochen wieder von Beginn an auf dem Platz stehen und an Stefan Bells Seite in die Dreierkette rücken. Wer das Trio komplettiert, ob der nach überstandener Corona-Infektion (trotz Impfung) aus der Quarantäne entlassene Alexander Hack nach nur einer Woche Training oder der junge David Nemeth, wird Svensson erst am Samstag verraten.

          Christian Heidels Vertragsverlängerung kommentiert der Trainer bei der obligatorischen Pressekonferenz erfreut, aber wenig erstaunt: „Für die Öffentlichkeit ist das eine schöne Neuigkeit, aber mir war es schon bewusst, dass er nicht in ein paar Wochen abhauen würde.“

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