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Fußball-Bundesliga : Kein Befreiungsschlag für Mainz 05

  • -Aktualisiert am

Schalke und Mainz lieferten sich ein enges Duell im Tabellenkeller. Bild: EPA

Mit einem Heimsieg über Schalke wollte Mainz die ersten Punkte in dieser Saison in der Bundesliga holen. Am Ende reicht es nur zu einem, weil in der Schlussphase einem Spieler des FSV ein Eigentor unterläuft.

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          Ein einsames Transparent hat sich am Samstagnachmittag an den Zaun der Westkurve verirrt. Erstmals in dieser Saison. Dort, wo normalerweise die Stehplatzfans des FSV Mainz 05 zu Hause sind, war zu lesen: „Lasst endlich Taten folgen! Für uns, für euch, für Mainz!“ Ob die Verfasser dieser Aufforderung nach dem Ende des Bundesligaspiels gegen den FC Schalke 04 mit der Umsetzung zufrieden sind, ist fraglich – beim 2:2 bleiben die Rheinhessen nicht nur unter dem Ergebnisaspekt hinter ihren Ansprüchen zurück und weiterhin Tabellenletzter - nun mit einem Punkt.

          Bundesliga

          Jan-Moritz Lichte hatte unter der Woche davon gesprochen, er erwarte von beiden Mannschaften eine aggressive Herangehensweise. Davon war allerdings bei seinem Team in der ersten und in Teilen der zweiten Halbzeit nicht viel zu sehen. Wer auf knallhartes Pressing oder krachende Zweikämpfe im Mittelfeld gehofft hatte, wurde enttäuscht. Die Mainzer beließen es weitgehend dabei, Räume zuzustellen, auch in der eigenen Hälfte wurden sie oft erst spät aktiv. Das führte dazu, dass die Schalker Angreifer immer wieder unbedrängt den Ball annehmen konnten. Lichtes Spieler gingen das Risiko ein, in Strafraumnähe Freistöße zu produzieren. Einer davon führte in der 36. Minute zum 1:1: Mark Uth schoss den Ball von der Sechzehnerlinie aus dem Stand in den rechten Torwinkel.

          Eine halbe Stunde zuvor waren die Mainzer in Führung gegangen. Brosinski hatte einen von Nastasic an Burkardt verursachten Foulelfmeter genutzt. Dieses 1:0 führte jedoch nicht dazu, den Mainzern Sicherheit zu verleihen. Uth hätte bereits in der 22. Minute ausgleichen müssen, schoss sich nach einem Grundlinienpass von Paciencia an Fünfmeterraumeck aber selbst an.

          Dass er später per Standard traf, war hochverdient, doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlugen die Mainzer abermals vom Elfmeterpunkt zu: Diesmal hatte Kabak den Arm leicht gegen Mateta ausgefahren, der Franzose fiel, und als er wieder aufstand und der Videobeweis den Pfiff von Schiedsrichter Ittrich bestätigte, übernahm er selbst die Verantwortung. Bemerkenswert: Es war der 29. Elfmeter hintereinander, den die Mainzer verwandelten.

          Die Chance zum 3:1 aber ließ Mateta unmittelbar vor der Pause ungenutzt. Und es blieb nicht die einzige vergebene Großchance. Burkardt scheiterte im Eins-gegen-eins an Rönnow, Mateta schlenzte den Ball nach einem Konter am Tor vorbei. Einen Treffer landeten die 05er nur noch auf der anderen Seite: Zentner wehrte einen scharfen vors Tor gepassten Ball ans Bein seines Innenverteidigers Jeremiah St. Juste, von dort sprang die Kugel über die Linie.

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