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0:1 gegen Leverkusen : Mainz steht immer noch ohne Punkt da

  • -Aktualisiert am

Nicht nur Jonathan Burkardt litt auf Seiten der Mainzer. Bild: dpa

Nur Schalke ist derzeit noch schlechter in der Tabelle in dieser Saison in der Bundesliga als Mainz 05. Die Rheinhessen verlieren auch das vierte Spiel. Leverkusen indes arbeitet sich mit einem Tor weiter nach vorne.

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          Auch nach vier Spieltagen steht der FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga ohne Punkt da. Auch die bislang beste Saisonleistung reichte gegen Bayer Leverkusen nicht, um wenigstens mit einem Unentschieden vom Platz zu gehen. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Lucas Alario per Kopfball nach einer Ecke in der 30. Minute. Ein besonderes Ärgernis für die enttäuschten 05er.

          Bundesliga

          „Gegen eine solche Mannschaft darf man kein Eckballtor kassieren“, sagte der Mainzer Innenverteidiger Luca Kilian kurz nach dem Abpfiff. „Der größte Leverkusener ist 1,92 Meter, alle anderen sind unter 1,90.“ Alario misst 1,85 Meter, und dass der Argentinier überhaupt an den Ball kam, lag vor allem daran, dass der vor ihm hochgestiegene Jean-Philippe Mateta die Kugel verfehlte. Als der abgetauchte Robin Zentner die Hand hinter den Ball bekam, hatte der bereits die Torlinie überschritten.

          Bis dahin war es im Prinzip eine ausgeglichene Begegnung gewesen. Die Gäste hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, aber deutlich mehr Offensivszenen resultierten daraus nicht, weil die Mainzer so stabil standen wie in keiner der vorangegangenen Begegnungen. Neuzugang Luca Kilian fügte sich bei seinem Startelfdebüt gut in der Innenverteidigung ein und bildete mit dem nach einer Gelb-Rot-Sperre zurückgekehrten Moussa Niakhaté einen kaum zu überwindenden Block. Der dafür auf die rechte Seite der Abwehrkette gerückte Jeremiah St. Juste spielte defensiv ebenfalls stark und hatte gute Ansätze nach vorne.

          Gefährlich war vor dem 0:1 nur ein Leverkusener Abschluss gewesen: Einen von Zentner aus dem Strafraum gefausteten Ball schoss Leon Bailey aus 22 Metern nur knapp am Tor vorbei (7.). Auf der anderen Seite tat sich freilich auch nicht viel mehr. Die 05er wollten weder vor noch nach dem Gegentor ins offene Messer rennen, setzten daher zunächst auf ihre kompakte Defensive, und mit ihren wenigen Angriffen drangen sie kaum einmal durch. In der 24. Minute jedoch fehlte nicht viel zum Ausgleich: Nach einem Doppelpass mit Levin Öztunali auf der rechten Seite schlug Jean-Paul Boëtius eine Flanke auf den zweiten Pfosten, der heranstürmende Jonathan Burkardt nahm den Ball direkt, vermochte ihn aber nicht genau zu plazieren.

          Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich abermals Burkardt die Gelegenheit zum 1:1, indem er Sven Bender im Dribbling versetzte, der allerdings den folgenden Schuss zur Ecke blockte. In den letzten 20 Minuten verlagerte sich das Spiel zusehends in die Hälfte der Gäste, vor allem die Einwechslungen von Karim Onisiwo und Paul Nebel sorgten für eine Belebung des Mainzer Offensivspiels.

          Onisiwo war es denn auch, der die meiste Begeisterung unter den nur 250 zugelassenen Fans entfachte – nach langem Ball von Boëtius ging er ins Laufduell mit Edmond Tapsoba, kurz vor dem Sechzehnmeterraum rempelte der Leverkusener Verteidiger ihn um, und Schiedsrichter Bastian Dankert zog sofort die Rote Karte. Pech für die Rheinhessen: Der Videobeweis zeigte, dass Onisiwo beim vorangegangenen Pass knapp im Abseits gestanden hatte, damit war der Platzverweis hinfällig (78). Und zu mehr Chancen kamen die Mainzer nicht mehr. „Ein Punkt wäre nicht unverdient gewesen“, sagte Trainer Jan-Moritz Lichte, „aber momentan ist es so.“

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