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2:1 in Hoffenheim : Blitzschnelle Mainzer siegen im Abstiegskampf

  • -Aktualisiert am

Robert Glatzel traf schon in der ersten Minute für Mainz in Hoffenheim. Bild: dpa

Die Aufholjagd führt den FSV erstmal weg von einem Abstiegsplatz. In Hoffenheim siegen die Mainzer, weil ihnen ein Blitztor gelingt und sie nach dem Ausgleich flink zurückschlagen.

          2 Min.

          Das Ziel war klar: mit einem Sieg erstmals seit dem achten Spieltag die Abstiegsränge zu verlassen. Und die Zuversicht war da, denn der 1. FSV Mainz 05 hatte aus den vergangenen acht Spielen unter dem nach Mainz zurückgekehrten Trainer Bo Svensson vierzehn Punkte geholt. An diesem Sonntagmittag kamen dank des überzeugenden 2:1-Sieges in Sinsheim bei der TSG 1899 Hoffenheim drei weitere Punkte dazu. Die 05er bestätigten mit ihrem intensiven, zielstrebigen Fußball den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen und sind auf dem besten Weg, das Kellergeschoss der Bundesliga zu verlassen.

          Bundesliga

          Robert Glatzel war dabei so etwas wie der Mainzer Actionheld, weil er schon in der ersten Minute für die Mainzer traf. Dominik Kohr legte nach dem Hoffenheimer Ausgleich durch Bebous Schlenzer (39. Spielminute) per Kopfball zum 2:1 nach (41.). Am Ende fragten sich die Mainzer höchstens, warum sie angesichts zahlreicher Gelegenheiten nicht deutlicher gewonnen hatten. Darin sah auch Sportdirektor Martin Schmidt den „einzigen Makel“ am Mainzer Auftritt. Ansonsten, sagte er, „sieht man Spiel für Spiel mehr von uns“. Und er versprach, „dass wir fußballerisch demnächst noch mehr von uns sehen werden“.

          Die von Trainer Svensson zu einer mutigen Mannschaft zusammengeschweißten Mainzer freuten sich über die Tore zweier Winterneuzugänge. Glatzel, sagte Svensson, habe sich sein erstes Startelfmandat „über Wochen im Training verdient“. Der sonst eher als Abräumer auffallende Kohr, im Winter mit dem diesmal verletzt ausgewechselten Danny da Costa leihweise vom Nachbarn Eintracht Frankfurt gekommen, bezeichnete Svensson eher im Scherz als „Kopfballmonster“.

          Insgesamt lobte der Trainer sein Team, als er sagte: „Wir waren die aggressivere Mannschaft und haben den Hoffenheimern das Leben schwer gemacht.“ Dass die Mainzer nun mal wieder über dem Strich stehen, wollte der Däne nicht überbewerten. „Es war ein guter Schritt, aber wir sind noch lange nicht am Ende.“

          Wie ein Überfallkommando

          Svenssons Spieler legten los wie ein Überfallkommando und waren schon nach 26 Sekunden erstmals am Ziel. Glatzel glänzte auf Anhieb in einer Doppelrolle: als Ballräuber gegen den im Schlummermodus verharrenden Innenverteidiger Richards – und danach umstandslos als Torschütze zum 1:0. Der 1,93 Meter lange Bayer, eine Leihgabe des britischen Zweitligaklubs Cardiff City, setzte damit ein leuchtendes Signal für das auf Attacke getrimmte Spiel der 05er.

          Zwei Minuten später hätte Glatzel mit seinem nächsten Schuss auf das Hoffenheimer Tor auf 2:0 erhöhen können, doch diesmal parierte Baumann. Eine Minute darauf landete der Kopfball von Innenverteidiger St. Juste nach einem Mainzer Eckball knapp neben dem Hoffenheimer Tor. Ein furioser Start der Mainzer, der die wilde Entschlossenheit verriet, endlich raus aus der roten Zone zu kommen. Wäre Baumann nicht als einzige Hoffenheimer Abwehrkraft auf der Höhe seiner Möglichkeiten gewesen, Burkardt hätte frei vor ihm wohl seine Chance genutzt (18.).

          So aber erholten sich die Kraichgauer ein wenig vom Mainzer Dauerdruck und kamen durch Bebou zum Ausgleich. Das unverdiente 1:1 aber stachelte die Mainzer sogleich an, zurückzuschlagen. Kohr stand nach einem kurz ausgeführten Eckstoß und einer Flanke von Boetius so frei, dass sein Kopfball zum 2:1 für die bessere Mannschaft im Hoffenheimer Tor einschlug.

          Die Mainzer Dominanz, gespeist aus aggressiver Zielstrebigkeit, setzte sich nach der Halbzeitpause fort. Wäre nicht Torhüter Baumann gewesen, der auch die Eins-gegen-Eins-Duelle mit St. Juste (53.) und dem eingewechselten Quaison gewann (75./82.), die Begegnung hätte früh entschieden sein können. So aber blieben die fahrigen Hoffenheimer mit ihrem meist ereignislosen Ballgeschiebe weiter im Spiel. Mehr aber auch nicht an diesem Mainzer Sonn- und Feiertag.

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