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Ein Punkt macht Mut : Mainzer Widerstandsgeist

  • -Aktualisiert am

Ein Punkt des Willens: Mainz bejubelt das 1:1 in Dortmund. Bild: EPA

Das 1:1 in Dortmund ist für Mainz 05 mehr wert als nur einen Punkt. Die Mannschaft merkt, dass sie Trainer Bo Svensson folgen kann. Doch dessen Arbeit hat erst begonnen.

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          Nein, es ist dem FSV Mainz 05 am vorletzten Hinrundenspieltag nicht gelungen, den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze zu verkürzen. Weiterhin klafft eine Lücke von sieben Punkten auf den Tabellenfünfzehnten Arminia Bielefeld. Doch in Rheinhessen haben sie schon zu Zeiten eines Jürgen Klopp gelernt, Leistungen und Ergebnisse auch in sehr schwierigen Phasen unabhängig vom Stand in der Tabelle zu betrachten.

          Tut man dies, war das 1:1 in Dortmund mehr als einen Punkt wert. Weil die Mannschaft diesmal über die gesamte Spieldauer den Widerstandsgeist offenbarte, der im Nichtabstiegskampf nötig ist. Und weil es ihr erstmals in dieser Saison gelungen ist, gegen einen Bundesligaklub aus dem oberen Drittel des Tableaus zu punkten. Derlei Ergebnisse werden die Mainzer noch häufiger brauchen, nachdem sie gegen die direkten Konkurrenten reichlich Punkte verloren.

          Bo Svensson, dessen Einstand als Mainzer Trainer eine Woche zuvor die Frankfurter Eintracht verdorben hatte, ist mit dem Unentschieden bei der Borussia und den bevorstehenden schweren Aufgaben gegen Wolfsburg und Leipzig der von vielen erwarteten Minusserie entgangen. Er hat auch Argumente gesammelt: Seine Spieler können der Herangehensweise des Coaches vertrauen und seinen Weg mitgehen. Die Mainzer Vereinsführung kann erkennen, dass Verstärkungen noch in der Winterpause keine wirtschaftliche Verschwendung bedeuten müssen.

          Svenssons Arbeit hat erst begonnen. Was er in kurzer Zeit in Mainz bewegt hat, kann sich sehen lassen. Dass die Mannschaft sich in Dortmund, bei allen noch aufgetretenen Schwächen, nach Kräften wehrte, macht Mut. Er muss sich in Siegen niederschlagen. Eher früher als später. Irgendwann werden sie auch in Mainz auf die Tabelle schauen müssen. Trainer Svensson hat Argumente bei Spielern und Vereinsführung gesammelt, ihm zu folgen.

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