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3:0 gegen Wolfsburg : Spiel der frühen Tore in Mainz

  • -Aktualisiert am

Jonathan Burkardt freut sich über sein frühes Tor für Mainz. Bild: dpa

Der FSV legt furios los und führt schon in der vierten Minute 2:0. Am Ende setzen die Mainzer im Bundesliga-Duell mit Wolfsburg noch einen drauf und ziehen in der Tabelle am schwachen VfL vorbei.

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          Bo Svensson hatte nicht zu viel versprochen. Die erste komplette Trainingswoche seit der letzten länderspielbedingten Pause habe seine Mannschaft gut genutzt, um die Inhalte des von ihm geforderten Fußballs aufzufrischen, hatte der Coach des FSV Mainz 05 vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg gesagt. Wie gut, bekamen die Niedersachsen in der Arena am Europakreisel am Samstag von Beginn an zu spüren: Nach 68 Sekunden erzielte Jonathan Burkardt das 1:0, nach 3:17 Minuten gelang Anton Stach mit einem 22-Meter-Schuss sein erster Bundesligatreffer.

          Bundesliga

          Das alljährlich in der Vorweihnachtszeit ausgerichtete „Spiel der Herzen“ zugunsten sozialer Einrichtungen hatten die Mainzer Profis um das „Spiel der frühen Tore“ zugunsten des eigenen Punktekontos erweitert. Der Wolfsburger Maxence Lacroix stellte in der 90. Minute mit einem Kopfball ins eigene Netz den 3:0-Endstand her. Daran, dass dieser Sieg auch in der Höhe vollkommen verdient war, gab es keine Zweifel. Das erkannte auch VfL-Trainer Florian Kohfeldt an, der den Rheinhessen ein „großes Kompliment“ aussprach, auch wenn er mit der Leistung der eigenen Elf haderte: „Es kann nicht unser Anspruch sein, solche Auswärtsspiele abzuliefern.“

          Tatsächlich hätte es für den Champions-League-Teilnehmer, der am Mittwoch international um den Einzug ins Achtelfinale spielt, noch viel schlimmer kommen können. Mit ihren vielen gewonnenen Zweikämpfen, ihrer guten Raumaufteilung, scharfen Flanken und gefährlichen Kontern waren die 05er dem dritten Treffer schon viel früher nahe. „Das soll nicht despektierlich klingen, aber mit einer etwas besseren Chancenverwertung gewinnen wir auch 4:0 oder 5:0“, sagte Sportvorstand Christian Heidel, der sich im Übrigen nicht daran erinnern konnte, jemals eine so schnelle Zweitoreführung seines Klubs erlebt zu haben. „Wenn überhaupt, war es in der zweiten Liga und ist gefühlte 30 Jahre her.“

          Die frühen Treffer waren kein Zufall, wie die Protagonisten berichteten. Beim ersten spielte das unter der Woche erfolgte Auffrischen eine Rolle. Die Abläufe müssten immer wieder erneuert werden, sagte Jonathan Burkardt, damit jeder vom anderen wisse, was er mache und wo er hinlaufe – in Perfektion umgesetzt von Jae-sung Lee, der den Spielzug einleitete und Leandro Barreiro, der den Ball mit einem Kontakt in Burkardts Lauf legte. „Die Woche war Gold wert“, sagte der Stürmer.

          Das 2:0 entsprang einer am Freitag einstudierten Eckenvariante. Aarón führte kurz aus, Lee passte von der rechten Seite in die Mitte, Stach zog ab. Trainer Svensson („Jetzt muss ich mich selbst loben“) hatte diese Ausführung vorgegeben, zeigt sich aber vom Gelingen überrascht. Im Training nämlich hatte Stach, wie dieser selbst später einräumte, keinen Ball richtig getroffen. „Aber schön, dass Anton sich den guten Schuss für heute aufgehoben hat.“

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