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2:0-Sieg für Mainz : Leverkusen hilflos und harmlos

  • -Aktualisiert am

Au Backe: Leverkusens Trainer Roger Schmidt nach dem 0:2 gegen Mainz. Bild: EPA

Der Niederlage gegen Atlético Madrid folgt der nächste Rückschlag für Bayer. Gegen die sonst so auswärtsschwachen Mainzer zeigt Leverkusen eine schwache Vorstellung und verliert verdient.

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          Bei der Heimniederlage gegen Atlético Madrid in der Champions League war manches noch mit der Stärke des Gegners zu erklären. Wenige Tage später beim 0:2 gegen Mainz 05 dagegen konnten sich die Fußballprofis von Bayer Leverkusen nicht auf die außergewöhnliche Klasse des Gegners berufen, um die eigene Schwäche zu relativieren.

          Die „Werkself“ unterlag im eigenen Stadion einer mittelmäßigen Bundesligamannschaft, die auswärts zuletzt sechsmal in Serie verloren hatte. Nach den frühen Gegentoren von Stefan Bell (3. Minute) und Levin Öztunali (11.) fehlte es Bayer an (Willens-)Kraft und an Ideen.

          Der kapitale Fehlpass von Lars Bender hatte früh einen ersten Hinweis darauf geliefert, was für ein schwieriger Nachmittag es für Bayer werden sollte. Der Kapitän versetzte Jhon Cordoba in die Lage, allein auf Torhüter Bernd Leno zuzulaufen. Die Leverkusener konnten von Glück sagen, dass sie nicht schon in der zweiten Minuten in Rückstand gerieten.

          Das Mainzer Team freut sich über den Treffer zum 2:0. Bilderstrecke
          Das Mainzer Team freut sich über den Treffer zum 2:0. :

          Doch der Warnschuss war kein Weckruf. So konnten die Mainzer umgehend nachholen, was Cordoba noch versäumt hatte. Und Bayer lag nach elf Minuten mit zwei Toren Unterschied zurück. Die Mannschaft war früh auf Abwege geraten und wirkte wie verkatert. Zwar hatten die Leverkusener mehr Ballbesitz, blieben bei ihren Angriffen aber unproduktiv. Die Chance von Tin Jedvaj, der aus drei Metern mit einem Kopfball am Torwart scheiterte, war eine Ausnahme von der Regel, dass die Vorstöße kaum über das Stadium des Versuchs hinauskamen. Auf der Gegenseite taten sich im Leverkusener Strafraum mitunter bedenkliche Lücken auf. Zur Halbzeit hätte die Heimmannschaft sogar höher zurückliegen können.

          Da Leverkusen auch nach Wiederbeginn nicht in Schwung kam, entschied sich Cheftrainer Roger Schmidt für einen offensiven Wechsel. Nach nicht einmal einer Stunde brachte er für Innenverteidiger Aleksandar Dragovic in Stefan Kießling einen weiteren Stürmer. Ein paar Minuten später durfte auch Julian Brandt mithelfen bei dem Versuch, wenigstens einen Punkt zu erkämpfen. Aber wen Schmidt auch aufbot – seine Mannschaft zeigte sich außerstande, die Mainzer Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Selten hat man Bayer im eigenen Stadion so harmlos und hilflos gesehen.

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