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Alexander Hack : „Er gibt Mainz 05 seit Jahren ein Gesicht“

  • -Aktualisiert am

Alexander Hack bleibt noch länger für Mainz 05 am Ball. Bild: Picture-Alliance

Der Kader von Mainz 05 nimmt immer konkretere Formen an. Verteidiger Alexander Hack hält den Nullfünfern die Treue. Der Bundesligaklub verpflichtet zudem Jae-sung Lee und Silvan Widmer.

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          Schon jetzt ist Alexander Hack einer der dienstältesten Profis im Bundesligakader des FSV Mainz 05. Und er wird zehn Jahre lang für die Rheinhessen aktiv gewesen sein, wenn er seinen Vertrag erfüllt – den nämlich haben er und der Klub jetzt vorzeitig bis Mitte 2024 verlängert. So viel Vereinstreue ist im Fußballgeschäft keine Selbstverständlichkeit, doch im Fall des Innenverteidigers gab es für beide Seiten keinen Grund, die Zusammenarbeit nicht über die neue Saison hinweg fortzusetzen.

          Bundesliga

          Hack sagt, für ihn stimme das Gesamtpaket aus Verein, Stadt und Umfeld. „Ich habe gemerkt, dass mein Weg hier noch nicht zu Ende ist, und will mit der Mannschaft noch viel erreichen.“ Und die Verantwortlichen wissen, dass sie einen Mann im Kader haben, auf den sie sich verlassen können, auch wenn sich der Eindruck nicht wegdiskutieren lässt, dass der 27-Jährige sein Potential nicht restlos ausschöpft.

          Im Sommer 2014 kam der gebürtige Schwabe in die damals noch von Martin Schmidt trainierte und gerade in die dritte Liga aufgestiegene zweite Mannschaft. Eine Saison später absolvierte er seine ersten Bundesligaspiele, und von 2016 an gehörte er fest zum Bundesligakader. Hack stehe „sinnbildlich dafür, dass der Weg zum gestandenen Bundesligaprofi erfolgreich über unsere U 23 führen kann“, sagt der heutige Sportdirektor Schmidt.

          „Das war frustrierend“

          Das ist insofern erstaunlich, als Hacks Karriere längst beendet schien. Schon mit 18, 19 Jahren hatte er sich von seinem Traum verabschiedet, Profi zu werden. Nach der A-Jugend kehrte er vom TSV München 1860 zu seinem Heimatverein FC Memmingen zurück, wo er zunächst für die Reserve auflief – in der Landesliga. „Das war frustrierend“, erzählte er vor einiger Zeit dem Online-Portal sportausmainz.de.

          Um den Kopf freizubekommen, half ihm ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Arbeiter-Samariter-Bund, „eine gute Erfahrung aus dem echten Leben fürs Leben“. Und je weniger Gedanken er sich über die sportliche Laufbahn machte, desto freier habe er aufspielen können. Es folgten der interne Aufstieg ins Regionalligateam und nach der Saison der Wechsel zur Spielvereinigung Unterhaching, wo ein junger Trainer namens Manuel Baum sich gerade die ersten Sporen verdiente und Hack wieder auf den Profiweg lotste – der den Verteidiger eine weiteres Jahr später nach Mainz führte.

          Es hat mit einigen längeren Verletzungspausen zu tun, dass Hack bei den 05ern auf, gemessen an seinen Fähigkeiten, bescheidene 86 Bundesligaspiele kommt. Es hat aber auch damit zu tun, dass es ihm bisweilen an der Konstanz mangelte, über einen längeren Zeitraum auf höchstem Niveau zu agieren. Dauerhafte Stabilität und vielleicht etwas mehr Gier, seine Positionskonkurrenten hinter sich zu lassen, sind die Elemente, die dem eigentlich kompletten Innenverteidiger noch fehlen.

          Ansonsten hat er alles: einen starken linken Fuß, einen guten Spielaufbau, Kopfballstärke, starkes Zweikampfverhalten, Antizipationsfähigkeit. Auch über die sogenannten Soft Skills verfügt er. „Er gibt Mainz 05 seit Jahren ein Gesicht, hat die Werte des Vereins sowohl sportlich auf dem Platz als auch in der Kabine absolut verinnerlicht“, sagt Sportdirektor Schmidt. „Alexander ist ein echter Teamplayer, der sich nicht scheut voranzugehen.“ Trainer Bo Svensson hebt hervor, Hack repräsentiere sehr viel von dem, „was wir hier sein wollen“.

          Freuen darf sich Svensson auch über einen neuen Mann für die Offensive: Jae-sung Lee, dessen Vertrag bei Holstein Kiel ausgelaufen ist, hat bei den Mainzern, die am Freitag ein Testspiel gegen die Würzburger Kickers 2:1 gewannen, einen Dreijahresvertrag unterschrieben. „Er war einer der besten Spieler der zweiten Liga, und das konstant seit einigen Jahren“, lobt der Trainer den flexibel einsetzbaren Koreaner, der in 104 Pflichtspielen für die Kieler 23 Tore geschossen und 25 vorbereitet hat. Am Freitag wurden die Nullfünfer zudem ein weiteres Mal tätig: Sie verpflichteten den zuletzt für den FC Basel spielenden Schweizer Nationalverteidiger Silvan Widmer bis Mitte 2024.

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