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Frust beim BVB : „So spielt keine Spitzenmannschaft“

  • Aktualisiert am

Nicht zufrieden: Axel Witsel und der BVB schaffen gegen Frankfurt nur ein Remis. Bild: dpa

Nach den nächsten verlorenen Punkten herrscht bei Borussia Dortmund große Enttäuschung. Kapitän Reus schimpft, Sportdirektor Zorc ist bedient. Doch Hummels soll zurück in die Nationalmannschaft.

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          Michael Zorc war bedient. Nach gut einer Minute hatte der Sportdirektor von Borussia Dortmund sein Statement beendet, sein Fazit nach der 2:2-Enttäuschung bei Eintracht Frankfurt ließ sich in einem Satz zusammenfassen. „So spielt keine Spitzenmannschaft, das muss ich ganz klar sagen.“ Während die Rivalen RB Leipzig und der FC Bayern am Wochenende wieder souverän siegten, vergab der BVB zweimal eine Führung – und vermisst schmerzlich die nächsten wichtigen Punkte im Kampf um die selbst als Ziel ausgegebene Meisterschaft.

          Bundesliga

          Zorc befand: „Für mich haben wir die Punkte in der ersten Halbzeit verloren, zwischen der elften Minute und dem Halbzeitpfiff. Nach dem 1:0 war die Eintracht am Boden, da haben wir überhaupt nicht fokussiert auf das nächste Tor gespielt. Das haben wir leichtfertig vertan.“ Die Tore vom starken Axel Witsel (11. Minute) und Turboflügel Jadon Sancho (66.) gerieten zu Randnotizen, nachdem André Silva (44.) und ein Eigentor von Thomas Delaney (88.) für den zweimaligen Ausgleich sorgten. „Es sind auf jeden Fall zwei verlorene Punkte. Die Kaltschnäuzigkeit und die Effizienz haben uns gefehlt“, monierte Torhüter Roman Bürki.

          Eine richtungsweisende Woche mit drei großen Spielen endet für den BVB so mit Ernüchterung. Auf das starke 4:0 gegen Bayer Leverkusen folgten mit dem 0:0 gegen den großen FC Barcelona sowie dem 2:2 bei Europa-League-Halbfinalist Frankfurt zwei Resultate, bei denen deutlich mehr drin war. „Wir müssen das 2:1 über die Zeit bringen, das haben wir nicht geschafft. Wir ziehen es nicht bis zum Ende durch. Aber das hat nichts mit Mentalität zu tun, sondern mit unserem Defensivverhalten“, sagte Marco Reus bei Sky.

          Während die Offensive um Kapitän Reus und die Defensive um den nach einer Rückenblessur ausgewechselten Mats Hummels tauglich für die große Attacke auf den FC Bayern scheinen, lässt es der BVB regelmäßig an Abgezocktheit vermissen. „Wir sind enttäuscht“, sagte deshalb Trainer Lucien Favre. In der Tabelle ist Leipzig nun drei Punkte vor Dortmund, auch die Bayern sind mit ihrem 4:0 gegen den 1. FC Köln wieder am BVB vorbeigezogen.

          Nach dem Spiel aber sprachen sich sowohl Favre als auch Zorc für eine Rückkehr von Hummels in die deutsche Nationalmannschaft aus. Es sei nicht seine Sache, aber „so wie Mats jetzt spielt, ist das für mich klar“, sagte Favre. Zorc ergänzte, er habe bereits bei der Verpflichtung von Hummels gesagt, „dass er der beste deutsche Verteidiger ist“.

          Hummels zeigte nach seiner Ausbootung durch Bundestrainer Joachim Löw im vergangenen Herbst zunächst in der Rückrunde der Bundesliga starke Leistungen, seit seinem Wechsel von Bayern München nach Dortmund überzeugt der 30-Jährige auch für den BVB. Löw hatte zuletzt jedoch betont, zu Hummels sei „alles gesagt“.

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