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Freiburg-Präsident Keller : Zum letzten Mal parteiisch

  • -Aktualisiert am

Ein letztes Mal als Freiburg-Präsident: Fritz Keller beim Spiel gegen Augsburg. Bild: dpa

Ein Freiburger Patron zwischen Wehmut und Vorfreude: Fritz Keller hat am Samstag letztmals als Präsident ein Spiel seines SC Freiburg verfolgt. Künftig muss er als DFB-Präsident ein wenig über den Dingen stehen.

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          Es war auch ein Abschiedsspiel, nach dem bei Fritz Keller ein paar Tränen der Wehmut flossen. 25 Jahre lang gehörte der 62 Jahre alte Winzer und Gastronom der Vereinsführung des SC Freiburg an, dem er seit 2014 als Präsident diente – eine schöne Zeit für den volksnahen und heimatverbundenen Südbadener, der vom kommenden Freitag an ein größeres, national beachtetes, sportlich und gesellschaftlich hoch angesiedeltes Ehrenamt übernimmt: das des Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), so er denn, woran kein Zweifel herrscht, von den Delegierten beim DFB-Bundestag in Frankfurt gewählt wird. Am Samstag, beim 1:1 der Freiburger gegen den FC Augsburg, durfte Keller noch einmal in Maßen parteiisch sein und ein Spiel, wie er aus der Tiefe seiner Emotionen sagte, „zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt“ erleben. Dass ihm der Tag, an dem der Freiburger Patron adieu sagte, „weh tat“, verhehlte der lebensfrohe und rundum kontaktfreudige Unternehmer nicht. „Aber es ist schön“, sagte er sogleich, „wenn man auf der Tribüne sitzt und weiß, dass es mindestens so gut weiter geht, wie es mit mir vorher gegangen ist. Ich gehe in dem Bewusstsein, dass der Acker bestellt ist.“

          Zurzeit blüht dieser oft genug wie am Samstag sonnenbeschienene grüne Acker wie lange nicht. Die Profis des SC Freiburg haben unter der Regie ihres Trainers Christian Streich, der seit 2012 die sportlichen Geschicke des Klubs in die rechten Bahnen lenkt, Fahrt wie lange nicht aufgenommen und gehören nach den ersten fünf Spieltagen der neuen Saison zur Spitzengruppe der Bundesliga. Daran änderte auch das unglückliche Remis gegen den FC Augsburg nichts. Dass sich die Mannschaft gegen ihren Lieblingswiderpart, den sie zuvor in sieben Erstligaheimspielen sechsmal besiegt hatte, nicht aufs Neue mit drei Punkten belohnte, verhinderte der Torpfosten, der bei Höflers Schuss (86. Minute) und Petersens Kopfball (88.), einem weiteren vollen Erfolg im Weg stand. So blieb es beim Remis nach den Treffern von Lucas Höler (23.) und dem Ausgleich durch den von Freiburg nach Augsburg gewechselten Florian Niederlechner (39.).

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