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1:1 gegen Hoffenheim : Ein Punkt im Freiburger Abstiegskampf

  • Aktualisiert am

Der mit dem Ball tanzt: Klaus schlängelt sich durch die Hoffenheimer Defensive Bild: dpa

Höhn bringt den SC im Nachbarschafts-Duell früh in Führung, doch die TSG schlägt noch in der ersten Hälfte zurück. Freiburg beendet das Spiel zu zehnt.

          Die Entwicklung stimmt, der Tabellenplatz noch nicht. Nach dem 1:1 (1:1) im badischen Nachbarschafts-Duell gegen 1899 Hoffenheim liegt der SC Freiburg weiter auf dem Relegationsplatz der Bundesliga. Auch wenn die Breisgauer eine Woche nach dem Sieg in Berlin einen weiteren Schritt aus dem Keller verpassten, war Trainer Christian Streich zufrieden mit seinem Team. „Wir können mit dem Punkt gut leben. Die Tendenz stimmt“, sagte Streich am Samstag nach der hektischen Partie.

          Die frühe Führung: Höhn nickt zum 1:0 für Freiburg ein... Bilderstrecke

          Sauer war der Freiburger Trainer dagegen auf Schiedsrichter Peter Gagelmann. Der Referee schickte Freiburgs Abwehrchef Marc Torrejón in der Nachspielzeit wegen groben Foulspiels mit Rot vom Platz und den reklamierenden Streich danach auf die Tribüne. „Das ist für mich nicht in Ordnung. Da fehlt mir die Verhältnismäßigkeit“, sagte der SCF-Coach. Streich bemängelte, dass Gagelmann die Partie insgesamt sehr großzügig geleitet und die beiden Hoffenheimer Pirmin Schwegler und Jin-Su Kim nicht mit Gelb-Rot vom Platz gestellt habe. „Da hat keiner von uns einen Platzverweis gefordert, das ist schon in Ordnung so. Aber dann bei uns Rot zu geben, das geht nicht“, sagte Streich.

          Erster Schuss, erstes Tor

          Sein Trainerkollege Markus Gisdol reagierte noch vor der Pause und wechselte den gelb-rot-gefährdeten Schwegler aus. Mit dem Punkt war der 1899-Coach am Ende zufrieden. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit die Chancen zum 2:1, aber das Ergebnis geht in Ordnung. In Freiburg ist es immer schwer“, sagte Gisdol, der trotz schwerer Grippe auf der Bank saß.

          Vor 23.800 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion brachte Immanuel Höhn die Hausherren in der 25. Minute in Führung. Kevin Volland gelang sechs Minuten vor der Pause aber der Ausgleich für die Gäste, die den Anschluss an die Europa-League-Plätze immer mehr verlieren.

          Streich vertraute jener Elf, die vor einer Woche in Berlin gewonnen hatte. Bei den Gästen baute Gisdol seine Mannschaft im Vergleich zum 2:1 im Derby gegen den VfB Stuttgart auf zwei Positionen um. Anthony Modeste und Sejad Salihovic standen für Sven Schipplock und Nadiem Amiri in der Startformation. In einer insgesamt schwachen Partie bestimmten die Freiburger zunächst das Geschehen und gingen in der 25. Minute verdient in Führung. Nach einem Freistoß von Jonathan Schmid entwischte Höhn seinem Gegenspieler Rudy am langen Pfosten und konnte unbedrängt einschießen. Für den Abwehrspieler war es der erste Torschuss in dieser Saison überhaupt.

          Nach dem Führungstreffer kontrollierten die Hausherren das Geschehen, ohne sich nennenswerte Chancen zu erspielen. Völlig überraschend kamen die Gäste sechs Minuten vor der Pause zum Ausgleich. Volland hämmerte den Ball unhaltbar für Freiburgs Torhüter Roman Bürki in die Maschen.

          Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gäste. Nach einem krassen Fehlpass von Höhn schoss Modeste zunächst knapp neben das Tor (50.). Dann lenkte Bürki einen Polanski-Knaller aus rund 25 Metern mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten. Von den Gastgebern war dagegen nicht mehr viel zu sehen. Allerdings konnte Hoffenheim die Überlegenheit nicht zum zweiten Treffer nutzen.

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