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3:2 in Stuttgart : Freiburg gewinnt furios

  • Aktualisiert am

Freiburgs Lucas Höler (l) gegen Stuttgarts Marc-Oliver Kempf Bild: AFP

Freiburg entscheidet das baden-württembergischen Derby gegen Stuttgart mit 3:2 für sich. Der SC bestätigt damit seine gute Frühform, muss aber nach klarer Führung noch bangen.

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          Der SC Freiburg hat das packende Prestigeduell gegen den VfB Stuttgart gewonnen und seine ausgezeichnete Frühform in der Fußball-Bundesliga bestätigt.mDie Mannschaft von Trainer-Urgestein Christian Streich setzte sich in einem furiosen baden-württembergischen Derby beim VfB mit 3:2 durch. Nach dem überraschenden 2:1 gegen Borussia Dortmund in der Vorwoche spielen die Breisgauer mit sieben Punkten aus drei Spielen ganz oben mit.

          Bundesliga

          Zwei Tore von Woo-Yeong Jeong (3./9.) sowie ein Kopfballtreffer von Lucas Höler (28.) hatten die Freiburger vor den Augen von Bundestrainer Hansi Flick scheinbar komfortabel in Führung gebracht. Doch ein Kraftakt der Schwaben kurz vor der Pause machte die Begegnung noch einmal spannend: Konstantinos Mavropanos (45.), trotz eines Handspiels im Vorfeld, und Hamadi Al Ghaddioui (45.+2) verkürzten für den VfB.

          Zweite Niederlage

          Für die in der Offensive noch immer deutlich ersatzgeschwächten Stuttgarter, denen der Ausgleich im zweiten Durchgang nicht mehr gelingen wollte, war es die zweite Niederlage in Serie. Streich hatte in seiner Startformation eine Änderung vornehmen müssen, Lukas Kübler ersetzte Jonathan Schmid, der sich als Kontaktperson in Corona-Quarantäne befindet. VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo schickte derweil die gleiche Elf aufs Feld, die auch beim 0:4 bei RB Leipzig begonnen hatte.

          Diese Herangehensweise schien sich anfangs zu rächen. Während die Stuttgarter mit Fehlpässen und verlorenen Zweikämpfen überhaupt keinen Zugriff fanden, schlugen die Freiburger eiskalt zu. Erst traf Jeong mit einem platzierten Kopfball, dann erhöhte der 21-Jährige mit einem wuchtigen Dropkick unter die Latte nach einem Eckball. Für den Südkoreaner war es der erste Bundesliga-Doppelpack seiner Karriere.

          Nach einer knappen halben Stunde krönten Freiburg den Traumstart – abermals nach einer Flanke: Höler köpfte aus kurzer Distanz ein, VfB-Torhüter Florian Müller, im Sommer erst von Freiburg nach Stuttgart gewechselt, war machtlos. Als die Begegnung schon entschieden schien, schöpften die Gastgeber angefeuert von einem Großteil der 25.000 Fans wieder Hoffnung. In einer Druckphase stürmte Mavropanos in die Offensive und vollendete freistehend vor Torhüter Mark Flekken.

          Ein Handspiel im Vorfeld ahndeten Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) und Videoassistent Daniel Schlager nicht. Kurz darauf verkürzte Al Ghaddioui per Kopf und brachte die Arena damit zum Beben. VfB-Sportdirektor Sven Mislintat klatschte alle seine Schützlinge vor dem Gang in die Kabine ab.

          Streich wechselte zur Pause dreimal, der VfB nahm aber trotzdem den Rückenwind in die zweite Spielhälfte mit. Doch der schnelle Ausgleich wollte nicht gelingen. Nach einer Stunde gelang es den Freiburgern, die Partie aus einer kompakten Defensive heraus wieder zu kontrollieren. Roland Sallai hatte den Matchball für die Freiburg (73.) auf dem Fuß.

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