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Bobic über Eintracht-Abschied : „Ich bin Manager, kein Trainer“

  • -Aktualisiert am

„Ich war zu naiv“: Fredi Bobic Bild: dpa

Das Kapitel Fredi Bobic bei Eintracht Frankfurt ist beendet. Dennoch lässt der Abschied den früheren Sportvorstand nicht los. In einem Interview legt er nun nochmal seine Sicht der Dinge dar.

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          Fredi Bobic hat in einem Interview mit dem Fußballmagazin Elf Freunde noch einmal seine Behauptung wiederholt, bereits im Februar 2020 die Frankfurter Klubführung darüber informiert zu haben, die Eintracht verlassen zu wollen. Mit dieser Aussage suggeriert der ehemalige Sportvorstand der Eintracht, dass über seinen Abschied, den er in einem Sportschau-Interview Anfang März 2021 öffentlich machte, Einvernehmlichkeit geherrscht habe. Alle Personen der Eintracht-Führung widersprechen bis heute dieser Darstellung. Bobic hatte im August 2018 seinen Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert. Darin wurde eine Ablösesumme vereinbart, falls er vorzeitig wechseln wolle.

          Peter Heß
          Sportredakteur.

          „Ich war zu naiv, als ich im Sommer 2018 nach dem Pokalsieg meinen Vertrag ohne große Not bis Mitte 2023 verlängert habe und mich nur per Handschlag einigte, jederzeit rauszukönnen. Das hätte ich mir schriftlich geben lassen müssen“, so Bobic im Interview. Im Februar 2020 habe er angekündigt, dass er sich verändern möchte. „Nach dem 3:1-Sieg im Pokal gegen Leipzig merkte ich, dass es Zeit für etwas Neues wird.“

          Wolfgang Steubing, der damalige Aufsichtsratschef der Hessen, habe ihn dann von einem Verbleib überzeugt, vor allem aufgrund der Corona-Krise. Steubing sei auch der entscheidende Faktor gewesen, bei der Eintracht anzuheuern. „Ich hätte nie unterschrieben, wenn er mich nicht so fasziniert hätte. Das Entscheidende sind immer die handelnden Personen.“ In Frankfurt hätte er rund um seinen Abgang „einigen böse sein können, aber mal ehrlich: Bin ich so wichtig? In ein paar Wochen interessiert das keinen mehr.“

          Bobic fand auch versöhnliche Worte für seine Zeit in Frankfurt, obwohl er sagte: „Die letzten zwei Monate in Frankfurt hätte ich mir gern erspart. Da ist vieles aus dem Ruder gelaufen.“ Sein Gesamturteil: „Die fünf Jahre (in Frankfurt) waren super. So gut, dass ich mich zwischenzeitlich sogar fragte, wann wohl der Rückschlag kommt. Aber am Ende wurde vieles schlechtgeredet. Wir wären auf Platz fünf abgestiegen, das hat mich geärgert. Aber ich kann nur sagen, dass ich bis zu meinem letzten Tag durchgezogen habe.“

          Auch warum er seine erfolgreiche Arbeit in Frankfurt vorzeitig beendete, erklärte Bobic noch mal: „Die Aufbauarbeit bei einem neuen Verein wie nun Hertha hat für mich mehr Reiz, als um jeden Preis in der Champions League zu spielen. Ich bin Manager, kein Trainer.“

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