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Eintracht Frankfurt : Streit geht für vier Jahre zu Schalke

  • -Aktualisiert am

Ab Sommer 2008 im Schalker Trikot: Albert Streit Bild: picture-alliance/ dpa

Im Sommer schien der Wechsel schon perfekt, dann platzte er, nun ist er doch amtlich: Albert Streit wird von der Saison 2008/09 für Schalke 04 auflaufen. Eine Abgabe schon zur nächsten Winterpause schloss Eintracht Frankfurt indes aus.

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          Albert Streit wird die Frankfurter Eintracht im kommenden Sommer verlassen und zum FC Schalke 04 wechseln. Dies gaben der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler und sein neuer Klub am Montagnachmittag bekannt. „Ich habe mich mit Schalke auf einen Vierjahresvertrag geeinigt“, sagte Streit, dem eine Klausel in seinem bis ins Jahr 2009 laufenden Vertrag in Frankfurt erlaubt, schon 2008 für eine Ablösesumme von einer Million Euro zu gehen.

          „Ausschlaggebend sind sportliche und finanzielle Gründe.“ Die Eintracht, die Streit ein vorzeitige Vertragsverlängerung zu deutlich höher dotierten Konditionen angeboten hatte, wurde von der Entscheidung durch dessen Berater Klaus Gerster informiert. „Herr Gerster war um 16 Uhr unangemeldet in meinem Büro und hat Bescheid gegeben“, sagte der Eintracht-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen.

          Albert Streit: „Das ist eine Sache der Vereine“

          Als Gerster auf einen möglichen Wechsel schon im Winter zu sprechen kommen wollte, habe er das Gespräch „schnell beendet“, sagte Bruchhagen. „Es ist nicht das Ziel, uns von einem Spieler im Winter zu trennen“, versicherte der Eintracht-Chef. Dies gelte im übrigen auch für den griechischen Abwehrspieler Sotirios Kyrgiakos. Bisher gebe es für Streit auch keine offizielle Anfrage aus Schalke.

          Streit hielt sich über einen vorzeitigen Wechsel ebenfalls bedeckt. „Dies kann ich nicht beeinflussen, das ist eine Sache der Vereine“, sagte er in einem Interview des Deutschen Sport-Fernsehens. Aktuell kann der 27 Jahre Streit wegen einer hartnäckigen Knieverletzung nicht spielen. Womöglich wird die Pause bis zum Winter dauern.

          Was wird aus Markus Pröll und Oka Nikolov?

          Die Zukunft von Albert Streit ist also weitgehend geklärt. Ganz vorsichtig äußerte sich Heribert Bruchhagen zu anderen Vertragsangelegenheiten. So haben die überragenden Leistungen der beiden Torhüter Markus Pröll in Dortmund und Oka Nikolov eine Woche zuvor in München auch den Torwarttrainer Andreas Menger in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

          Der 35 Jahre alte Menger gilt als „Vater“ der Torhüter-Renaissance bei der Eintracht. Aussagen von Torwart-Legende Sepp Maier, Menger gehöre zu den drei Besten seines Fachs in der Bundesliga, werden von Pröll und Nikolov abwechselnd bestätigt. Der Vertrag von Menger wurde in den vergangenen Jahren jeweils parallel zu jenen von Cheftrainer Friedhelm Funkel und Assistenztrainer Armin Reutershahn verlängert.

          Position des Trainers mit Assistenten verknüpft

          Auch in dieser Saison sei die Entwicklung „völlig offen“, sagt Bruchhagen, der sehr wohl um die Qualitäten Mengers weiß, dem aber auch der allgemeine Trend in der Liga bekannt ist, dass Trainer ihre Assistenten und Torwartrainer häufig im Schlepptau mitbringen. Dem müsse man „Rechnung tragen“, sagt Bruchhagen. Der Eintracht-Chef wies in diesem Zusammenhang aber daraufhin, dass es in jüngster Zeit auch Beispiele gegeben habe, bei denen Vereine aus unterschiedlichen Gründen die Position des Cheftrainers nicht automatisch mit jener der Assistenten verbunden hätten.

          So soll das Engagement von Wolfgang Wolf bei den Offenbacher Kickers unter anderem daran gescheitert sein, dass Wolf seinen Assistenztrainer mitbringen wollte, das Offenbacher Präsidium um Dieter Müller aber nicht bereit war, den aktuellen Assistenten Manfred Binz zu entlassen.

          „Haben bisher immer guten Weg gefunden“

          Andreas Menger hatte die Saison 2003/2004 unter Trainer Willi Reimann noch als dritter Torwart begonnen und war im Laufe der Spielzeit zum Torwarttrainer aufgerückt. Friedhelm Funkel hatte Menger dann bei seinem Amtsantritt im Sommer 2004 übernommen. Dementsprechend wird es auch in diesem Bereich darauf ankommen, ob der Vertrag von Funkel verlängert wird. „Zu gegebener Zeit“ werde man in Gespräche eintreten, sagte Bruchhagen betont vorsichtig.

          Zunächst werde er sich mit seinen Vorstandskollegen Thomas Pröckl und Heiko Beeck, dann mit dem Hauptausschuss, also dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herbert Becker und dem Präsidenten des Vereins, Peter Fischer, abstimmen. „Wir haben bisher immer einen guten Weg gefunden“, sagt Bruchhagen. Der Vertrag von Funkel hatte sich im vergangenen Mai nach dem Klassenverbleib automatisch verlängert. Kurz darauf hatten auch dessen Assistenten Reutershahn und Menger neue Verträge unterschrieben.

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